Selbst-Disziplin (Steve Pavlina - Fünf Säulen der Selbstdisziplin)


Ich arbeite schon einige Zeit an einer Artikelserie über Selbst-Diziplin, aber sie ist noch nicht fertiggestellt, deswegen gibt es erstmal meine Übersetzung von einer Artikelserie, die Steve Pavlina zu diesem Thema geschrieben hat. Ich finde sie ist sehr gut gelungen und bietet für viele Besucher hier sicher einen Nutzen.
Hier ist der englische Artikel von Steve Pavlina -Self-Discipline.
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Die fünf Säulen der Selbstdisziplin

Die fünf Säulen der Selbstdisziplin sind: Akzeptanz, Willenskraft, harte Arbeit, Fleiß und Durchhaltevermögen. Wenn man im Englischen die ersten Buchstaben der Wörter nimmt, ( Acceptance, Willpower, Hard Work, Industry, Persistence.) bekommt man das Akronym: »A WHIP« (eine Peitsche) - eine gute Methode sie sich zu merken, denn viele Menschen verbinden Selbstdisziplin damit, sich mit einer Peitsche in Form zu bringen.

In jedem Artikel dieser Serie wird eine andere Säule behandelt. Und es wird erklärt, warum es so wichtig ist, dass und wie man Selbstdisziplin entwickelt. Als erstes gibt es eine allgemeine Übersicht...

Was ist Selbstdisziplin?

Selbstdisziplin ist die Fähigkeit sich selbst dazu zu bringen etwas zu tun, egal wie man sich fühlt.

Überlege einmal, was Du erreichen könntest, wenn du Dich einfach dazu bringen könntest, deinen besten Vorsätzen zu folgen, egal was passiert. Stell Dir vor Du sagst zu deinem Körper: »Du hast Übergewicht, verliere 10 Kilo.« Ohne Selbstdisziplin wird dieser Vorsatz nicht realisiert. Aber mit ausreichend Selbstdisziplin ist es so gut wie erledigt. Die Spitze der Selbstdisziplin ist, wenn Du einen Punkt erreichst, an dem du eine Entscheidung triffst und es praktisch garantiert ist, dass Du durchhalten wirst.

Selbstdisziplin ist eines von vielen Werkzeugen in der Persönlichkeitsentwicklung. Es ist natürlich kein Allheilmittel. Aber viele wichtige Probleme lassen sich durch Selbstdisziplin lösen, auch wenn es andere Wege gibt, diese Schwierigkeiten zu lösen, werden sie von Selbstdisziplin komplett beseitig. Selbstdisziplin kann Dir die Kraft geben, jede Sucht zu überwinden oder jedes beliebige Gewicht zu verlieren. Es kann Prokrastination, Unordnung und Ignoranz beseitigen. Innerhalb der Angelegenheiten, die durch Selbstdisziplin zu lösen sind, gibt es nicht Besseres. Darüber hinaus kann sie gut mit anderen Instrumenten wie Leidenschaft, Goal-Setting und Planung kombiniert werden.

Selbstdisziplin aufbauen.

Meine Philosophie wie man Selbstdisziplin aufbaut, ist am besten mit einer Analogie zu erklären. Selbstdisziplin ist wie ein Muskel. Je mehr Du ihn trainierst, desto stärker wirst Du. Je weniger Du trainierst, desto schwächer.

So wie alle Menschen unterschiedlich ausgeprägte Muskeln haben, so besitzt auch jeder eine anders ausgeprägte Selbstdisziplin. Jeder hat ein bisschen. Wenn Du deinen Atem für ein paar Sekunden anhalten kannst, verfügst du über etwas Selbstdisziplin. Aber nicht jeder hat seine Selbstdisziplin in gleichem Maße entwickelt.

Genauso wie man Muskeln benötigt um weitere Muskeln aufzubauen, so benötigt man Selbstdisziplin um Selbstdisziplin weiter zu entwickeln.

Das funktioniert genauso wie beim Muskelaufbau. Man hebt immer Gewichte, die nahe am persönlichen Limit sind. Man bleibt aber innerhalb der eigenen Fähigkeiten, nicht zu leicht und nicht zu schwer. Damit treibt man die Muskeln soweit, bis sie versagen, dann ruht man sich aus.

Ähnlich ist die Standardmethode für Selbstdisziplin. Man nimmt Herausforderungen in Angriff, die man noch schaffen kann, die aber nahe am Limit sind. Das bedeutet nicht, dass man etwas zu Schwieriges immer wieder versucht und Mal für Mal scheitert.
Es heißt auch nicht, dass man innerhalb der Komfortzone bleibt. Man wird nicht stärker, wenn man versucht ein Gewicht zu heben, was zu schwer ist und auch nicht, wenn man ein viel zu leichtes Gewicht nimmt. Man muss mit Gewichten/Herausforderungen anfangen, die innerhalb der eigenen Fähigkeiten liegen, aber dicht am Limit.

Progressives Training bedeutet, sobald man es einmal schafft, das nächste mal die Schwierigkeit erhöht. Wenn Du immer mit den gleichen Gewichten trainiertest, würdest Du nicht stärker werden. Es ist genauso, wenn Du Dich im Leben nicht herausforderst, deine Selbstdisziplin kann, sich als Folge nicht weiterentwickeln.

So wie die meisten Menschen sehr schwache Muskeln haben, im Vergleich zu dem, wie stark sie sein könnten, so verfügt die Mehrheit über eine völlig unentwickelte Selbstdisziplin.

Beim Bestreben Selbstdisziplin zu entwickeln wäre es ein Fehler zu übertreiben. Wenn Du versuchst, dein Leben über Nacht zu ändern und duzende Ziele setzt und davon ausgehst diese nun strikt zu verfolgen, dann ist das sicher zum Scheitern verurteilt. Das ist das gleiche, als wenn jemand das erste mal ins Fitnessstudio geht und sich 150kg auflegt, man sieht nur lächerlich aus.

Wenn Du nur 5kg heben kann, dann kannst Du eben nur 10kg heben. Es ist keine Schande dort anzufangen, wo Du stehst. Ich erinnere mich, als ich vor einigen Jahren begann mit einem persönlichen Trainer zu arbeiten. Bei meinem ersten Versuch konnte ich beim Schulterdrücken nur eine 3,5-kg-Hantelstange ohne Gewichte hochziehen. Meine Schultern waren schwach, weil ich sie nie trainiert habe. Aber nach ein paar Monaten waren es 30kg.

Wenn Du undiszipliniert bis, ist es ähnlich, Du kannst nur die Selbstdisziplin nutzen, die Du schon besitzt, um mehr zu bekommen. Je disziplinierter Du wirst, desto einfacher wird dein Leben. Herausforderungen, die einst unmöglich für Dich erschienen, werden, ein Kinderspiel sein. Wenn Du stärker wirst, werden die gleichen Gewichte immer leichter und leichter erscheinen.

Vergleiche Dich nicht mit anderen Menschen, das wird nicht helfen. Du wirst nur finden, was Du erwartest. Wenn Du denkst, dass du schwach bist, dann wird jeder andere stark erscheinen. Denkst Du du bist stark, dann wird jeder anderes schwach erscheinen. Es ergibt keinen Sinn, das zu tun. Betrachte nur, wo Du heute stehst, und setze Dir zum Ziel besser zu werden.

Lass uns ein Beispiel betrachten.  

Nehmen wir an, Du willst die Fähigkeit erhalten acht Stunden am Tag zu arbeiten, ohne Dich ablenken zu lassen, weil Du weist, dass das einen Vorteil in deiner Karriere bringen wird. Heute Morgen habe ich in einem Audio Programm eine Studie gehört, nach der ein normaler Büroarbeiter 37% seiner Zeit mit sozialen Kontakten verbringt, ohne zu arbeiten. Darüber hinaus kommen noch andere Laster die mehr als 50% der Arbeitszeit ausmachen, in der auch nicht gearbeitet wird. Es ist also Raum für Verbesserungen.

Wenn Du beginnst, versuchst Du vielleicht volle acht Stunden durchzuarbeiten, ohne Dich ablenken zu lassen. Du schaffst es ein Mal. Am nächsten Tag scheiterst Du kläglich. Das ist ok, du hast eine Wiederholung mit 8 Stunden geschafft. Zwei Wiederholungen sind zu viel für Dich. Also nimm Dich ein wenig zurück. Wie lange könntest Du am Stück arbeiten, um fünf Tage/Wiederholungen zu schaffen? (Also eine Arbeitswoche.) Wärst Du in der Lage eine Stunde konzentriert zu arbeiten, fünf Tage hintereinander? Wenn Du das nicht tun kannst, nimm 30 Minuten, oder was für Dich geeignet ist. Wenn Du das schaffst, oder es sich zu leicht anfühlt, dann erhöhe die Herausforderung.

Wenn Du eine Woche auf einem Niveau geschafft hast, mache die nächste Woche ein wenig mehr. Mache mit diesem progressiven Training weiter, bis Du dein Ziel erreichst.


Auch wenn Analogien nie perfekt sind, so hat mich diese weit gebracht. Die Latte jede Woche nur ein wenig höher anzulegen ermöglicht es, in den eigenen Möglichkeiten zu bleiben und immer ein wenig besser zu werden. Einen Unterschied zum Muskeltraining gibt es aber, wenn man Gewichte hebt, zählt die tatsächliche Arbeit die man macht nichts. Es liegt kein Vorteil darin ein Gewicht hoch und runter zu heben- der Vorteil liegt darin, dass die Muskeln wachsen. Bei Selbstdisziplin jedoch hat man einen Vorteil durch die Arbeit, die man im Training gemacht hat. Damit ist das also noch besser. Es ist großartig, wenn durch das Training etwas Wertvolles geschaffen wird und es dich gleichzeitig leistungsfähiger macht.

In den nächsten Artikeln werden wir tiefer in die fünf Säulen der Selbstdisziplin eintauchen.

Dies ist der erste Teil einer sechsteiligen Serie.

Teil 2: Selbstdisziplin Erste Säule: Akzeptanz

Das Ende der 10.000 Stunden Regel

In dem Buch: "Outliers: The Story of Success" hat Malcom Gladwell die bekannte 10.000 Stunden Regel aufgestellt. Diese besagt, dass alle extrem erfolgreichen Menschen in ihrem Bereich, mindestens 10.000 Stunden Übung hatten. Das soll auf Pianisten wie auch auf Programmierer gleichermaßen zutreffen. Auch die Wunderkinder, die scheinbar mühelos in jungen Jahren Phantastisches erreichen, sollen das durch Training erreicht haben. Das Buch wurde schon früher für seine Verallgemeinerung kritisiert. Doch nun könnte die 10.000 Stunden Regel ganz widerlegt sein.

In Outside online hat David Epstein über sein neues Buch "The Sports Gene: Inside the Science of Extraordinary Athletic Performance" gesprochen. Er beschäftigt sich damit, was großartige Sportler ausmacht. Ob sie so geboren sind oder ihr Können erworben haben. Gladwells Regel sein nicht repräsentativ und er selbst habe die Wissenschaftliche Arbeit noch nicht mal selbst gemacht, obwohl heute immer von Gladwells 10.000 Stunden Regel gesprochen wird. Die Forschungsarbeit stammt eigentlich von Anders Ericsson, der darstellen wollte, dass Menschen prinzipiell alle nötigen genetischen Voraussetzungen haben um zur Elite in jedem Bereich zu werden. Ericsson selbst soll gesagt haben, dass Gladwell seine Arbeit falsch dargestellt hat.

Die 10.000 Stunden Regel hält Epstein nur für einen Mittelwert. Wenn man zwei Sportler hat, der eine Trainiert nicht und der andere 20.000 Stunden und beide sind gleich gut, so kommt ein Mittelwert von 10.000 Stunden raus, der nichts darüber aussagt wie lange eine Mensch trainieren muss um überragend gut zu werden. Bei manchen dauert es eben länger, bei manchen geht es schneller.

Laut Epstein gibt es keine Formel für Großartigkeit. Jeder brauch ein anderes auf ihn abgestimmtes Training, um optimale Ergebnisse zu erreichen. Wenn man nicht weiß welche Lern- oder Trainingsmethode für einen die richtige ist, soll man verschiedene Methoden ausprobieren und vergleichen, welche für einen persönlich am besten funktionieren. Das vollständige Interview von Outside Online findet man hier.


Ist Meisterschaft also nicht erworben, sondern angeboren?

Die 10.000 Stunden Regel wurde immer angeführt, wenn es darum ging, dass auch die großen Meister ihr Können verdienen mussten und es ihnen nicht in die Wiege gelegt wurde, wie oft von außenstehenden angenommen wurde. Doch kann das bestand haben, wenn ein Sportler 20.000 Stunden braucht um gerade so gut zu sein, wie ein anderer, der wenige Stunden trainiert hat? Ja, natürlich hat das trotzdem bestand. Es gibt sicherlich Bereiche in denen angeborenes Talent eine größere Rolle spielt, als in anderen. In der Musik gibt es immer wieder Wunderkinder, aber wie viele Wunderkinder Geschäftsleute gibt es, oder Politiker, Ärzte, Schriftsteller, Physiker und viele mehr? Ich habe noch nie jemanden hören: "Der Junge ist ein geborener Poet." Auch wenn es manche sicher einfacher haben als andere. Grundsätzlich sind alle Felder, die besonderes Wissen, Erfahrung und Verständnis erfordern resistenter gegen Wunderkinder, währen Bereiche die mehr körperliche Voraussetzungen haben, wie Geschicklichkeit, Koordination, Kraft und Ausdauer immer wieder Wunderkinder präsentieren. Wenn man in einem Rollstuhl sitzt kann man selten Bergsteiger werden, aber der größte Physiker unserer Zeit hat gezeigt, dass man sogar ohne funktionierenden Körper erheblichen und bedeutsamen Einfluss auf die Welt nehmen kann. Wenn es um das Gehirn geht ist das menschliche Potenzial so unermesslich groß, dass jeder die Voraussetzungen für wirklich großartiges in sich trägt und nichts anderes wollte Ericsson aussagen und damit lag er, damals wie heute, richtig.

8 Regeln des Erfolgs, an die man jeden Morgen denken sollte

James Caan der CEO von Hamilton Bradshaw Ltd. hat auf Likedin einen interessanten Beitrag über seine acht Regeln des Erfolgs verfasst: The Eight Rules of Success to Think About Every Morning


Seine persönlichen Regeln sind die folgenden: 

  1. Einsatz
    Auch wenn manche es so darstellen, der Weg zum Erfolg ist schwierig. Wenn man etwas wirklich haben erreichen will, dann muss man hart dafür Arbeiten und die nötige Zeit und Leistung investieren. Nur weil es schwierig ist heißt das nicht, dass man etwas falsch macht. Wenn man Unternehmer fragt, werden sie einem bestätigen, dass es das schwierigste war, was sie im Leben gemacht haben.
  2. Glaube an dich selbst
    Wenn man selbst nicht an sich glaub macht es keinen Sinn Unternehmer zu werden. Wenn man eine Firma gründet ist man nur noch sich selbst Antworten schuldig- das bedeutet Selbstvertrauen ist Lebenswichtig. Wenn man selbst nicht an sich oder seine Geschäftsidee glaub, wie kann man dann jemanden anderes davon überzeugen?
  3. Sei Kreativ
    Wenn man wirklich erfolgreich sein will, muss man sich von der Masse absetzen. Auch wenn Caan immer daran geglaubt hat, dass eine Idee nicht komplett neu sein muss, so haben die erfolgreichsten Firmen starke Alleinstellungsmerkmale, die sie von der Konkurrenz absetzen. Kreativität ist eine der wertvollsten Eigenschaften die jemand in der Wirtschaftswelt haben kann.
  4. Sei der ErsteDie Welt ist voller Konkurrenz und wer nicht schnell genug ist bleibt zurück. Man sollte immer als erster zuschlagen. Sobald man eine Vorgehensweise geplant hat, ergibt es keinen Sinn zu warten, das würde der Konkurrenz nur die Chance geben, zuerst da zu sein und und einen entscheidenden Teil der Arbeit oder eines Vertrages zu gewinnen.
  5. Baue eine Marke auf
    Als Caan seine erste Firma gegründet hat, war das erste was er getan hat, ein Büro im besten Teil Londons zu mieten, weil sich eine Mayfair Adresse auf einer Visitenkarte gut macht. Der Raum war in Wirklichkeit war der Raum klein und fensterlos. Niemand hat das gewusst, weil er alle Meetings außerhalb des Büros abgehalten hat. Im Business ist es entscheidend eine Marke und einen guten Ruf aufzubauen. Sobald man das erreicht hat werden die Dinge viel einfacher, da die meisten von uns vorziehen mit Firmen und Menschen zu arbeiten, die bekannt und vertrauenswürdig sind.
  6. Suche Rat
    Man kann nicht in jedem Bereich ein Experte sein, deswegen ist nicht falsch daran Rat zu suchen, wenn man nicht weiter kommt. Wenn man eine Unternehmung anfängt kann es sehr hilfreich sein, mit jemandem zu sprechen, der schon ein paar Jahre Erfahrung hat. Diese Menschen sind normalerweise sehr hilfsbereit und geben gerne ihre Zeit und ihr Wissen weiter.
  7. Organisiere Dich
    Eine erfolgreiche Firma zu führen kann sehr anspruchsvoll und stressvoll sein, eine der wichtigsten Ressourcen ist da die eigene Zeit. Wenn man das meiste aus dem Arbeitstag herausholen will, muss man richtig organisiert sein und sicher stellen, dass man keine wertvolle Zeit mit Aufgaben verschwendet, die man auch an andere hätte abgeben können.
  8. Ein Schritt nach dem anderen
    Wenn man eine Unternehmung anfängt, hat man die Tendenz alle Arbeit die man findet erledigen zu wollen. Das kann ein fataler Fehler sein. Erstens: Wenn man in Vertragsverhandlungen tritt, muss man sicher stellen, dass es eine ausreichende Marge gibt. Auch wenn man sich profilieren will, so ergibt es keinen Sinn Arbeit auf sich zu nehmen, die nicht zu einem ausreichenden Profit führt. Noch wichtiger ist, sich nicht mehr Arbeit aufzubürden, als man bewältigen kann. Dies ist einer der häufigsten Fehler, der sich als sehr teuer herausstellen kann.
Diese Ratschläge sind sicher bemerkenswert und man sollte sie sich häufig vor Augen führen. James Caans Erfolg gibt ihm Recht. 

19 Dinge, die Ihr Nachbar Ihnen nicht sagen würde, wenn er Millionär wäre.

Im Business Insider gab es vor ein paar Tagen einen Interessanten Beitrag: 19 Things The Millionaire Next Door Won't Tell You

Man geht davon aus, dass man einen Millionär erkennen müsste, wenn man ihn sieht. In Wirklichkeit ist das aber vielleicht nicht so einfach. Könnte Ihr Nachbar Millionär sein, ohne dass Sie es wissen?


  1. Viele Millionäre hängen es nicht an die große Glocke, dass sie reich sind. Wenn man sich ein paar Milliardäre ansieht, dann kann man feststellen, dass das sogar auf sie zutrifft. Warren Buffett wohnt immer noch in einem Haus das er 1958 für 31,500$ gekauft hat. Auch die Aldi Brüder und Ikea Gründer Ingvar Kamprad sind als sehr bescheiden bekannt geworden.
  2. Ein Millionär weiß, dass der Weg zur Million lang ist und für die meisten bedeutet er, lange und viel Geld zu sparen. Millionäre sind nicht grundsätzlich schlauer, vielleicht sind sie sparsamer.
  3. Millionäre fahren oft alte Autos. Sie kaufen selten neue Autos. Sie verschwenden kein Geld für Unnötiges und reine Luxusgüter. Ihren Kaffee trinken sie nicht bei Starbucks, sondern kochen ihn selbst. Auch wenn es unglaublich klingt, so hat die Recherche von Dr. Thomas J. Stanley und William D. Danko für das Buch "The Millionaire Next Door" ähnliches festgestellt. In dem Buch wird unter anderem auch analysiert, wie teuer die Anzüge der Millionäre sind und wie lange sie mit wie vielen Frauen zusammen sind.
  4. Millionäre machen keine Schulden, ihre Kreditkarte zahlen sie jeden Monat vollständig ab.
  5. Millionäre wissen, dass Geld nicht glücklich macht. Aber sie wissen auch, dass finanzielle Unabhängigkeit ein wichtiger Glücksfaktor ist. Das Geld dient somit in erster Linie dazu frei zu sein und nicht mehr durch Geldprobleme beschränkt zu sein.
  6. Millionäre wissen, dass es nicht darauf ankommt wie viel man verdient, sondern wie viel davon übrig bleibt. Kein Einkommen ist groß genug, wenn man über seinen Verhältnissen lebt.
  7. Millionäre scheuen es nicht, viel zu arbeiten. Ein zweiter Job erhöht nicht nur das Einkommen, sondern in der Zeit, in der man Arbeitet kann man auch kein Geld ausgeben.  
  8.  Um Geld muss man sich kümmern, man muss es behüten, verwalten und investieren. Nur auf dem Wege kann man es vermehren.
  9. Millionäre bezahlen sich selbst zuerst. Im Englischen als "Pay yourself first" sehr bekannt, kann man sich im Deutschen wenig darunter vorstellen. Dahinter verbirgt sich eine Sparstrategie. Ähnlich wie beim "Pakinsonschen Gesetz" passen viele Menschen ihre Ausgaben daran an, wie viel Geld sie bekommen. Laufende Kosten, wie die Monatsmiete werden am Monatsanfang automatisch vom Konto abgebucht und dadurch nicht als verfügbares Geld wahrgenommen. Dieses Verhalten nutzt man nun um Geld zu sparen. Man eröffnet dazu ein getrenntes Konto und erstellt einen Dauerauftrag für den Anfang des Monats, der einen bestimmten Betrag direkt auf das Konto überweist. An dieses Konto geht man natürlich unter keinen Umständen ran. Wer soetwas machen möchte kann z.B. die kostenlosen Kapitalonline Kontos von der Sparkasse benutzen. Diese kann man direkt selbst online eröffnen. Es gibt etwas Zinsen und alle Überweisungen auf und zwei Überweisungen vom Konto sind kostenlos. Es gibt keine Kontoführungsgebühren und man kann das Konto nicht überziehen.
  10. Millionäre verbringen ihre Zeit meist mit Dingen, die sie gerne machen. Das gilt auch für die Arbeit, man sollte sein kurzes Leben nicht damit verschwenden Dinge zu tun die man nicht mag. Überlegen Sie was Sie gerne tun und dann finden Sie einen Weg davon ein Einkommen zu generieren.
  11. Ohne einen Plan geht nichts. Man steigt ja auch nicht in ein Flugzeug und sagt dem Piloten: "bringen Sie mich irgendwo hin." Wer Millionär und finanziell unabhängig sein will, der muss einen schriftlichen! Plan erstellen. Wer es ohne schafft, der hat Glück gehabt. Aber nur Versager verlassen sich auf Glück.
  12. Wenn man schon denkt dann auch im großen Stil. Nur eine große Vision bietet genug Motivation, um alle Probleme durchzustehen und mit aller Kraft dafür zu kämpfen. David J. Schwartz sieht eine große Vision und einen definitiven Plan, als einen der wichtigen Faktoren des Erfolgs. Sein Buch "The Magic Of Thinking Big" behandelt das Thema.  
  13. Wenn man deutlich mehr arbeitet, als man muss, kann man Fehler ausgleichen, die einen normalerweise ruinieren könnten. Wenn ein Angestellter immer gerade so viel Arbeitet wie er muss und einen Fehler macht, kann es leicht sein, dass die Schwelle überschritten ist, dass wer sich für die Firma noch lohnt. Gleichzeitig ist er auch leicht zu ersetzen, denn Angestellte, die nur so viel tun, wie sie gerade müssen, gibt es wie Sand am Meer. Dazu kommt, dass man mehr verdient und ein entsprechendes finanzielles Polster aufbauen kann, das Fehler ausgleichen kann und jeder macht mal einen Fehler.
  14. Millionäre sichern sich vor unvorhergesehene Risiken ab. Niemand ist davor gefeit, von einem desaströsen Schicksalsschlag getroffen zu werden. Und wenn es einen selbst trifft, will man wenigstens, dass die Familie in finanzieller Hinsicht versorgt ist. Eine Lebensversicherung verhindert wenigstens den Ruin der Angehörigen.
  15. Millionäre fangen früh an Geld zur Seite zu legen, über die Zeit wächst es durch Zinseszins zu einem Vermögen heran.
  16. Durch Daueraufträge kann man fast unbemerkt Geld auf das Sparkonto überweisen und die Beträge mit dem Einkommen anpassen. So verhindert man Geld auszugeben, das man sparen wollte und über die eigenen Verhältnisse zu Leben. Selbst Menschen mit sechs bis siebenstelligem Einkommen sind oft nicht wohlhabend. Das heißt ihr Vermögen wächst nicht mit dem Einkommen, weil sie immer auch mehr ausgeben. Wenn das Einkommen weg fällt sind sie schnell ganz unten. Unzählige Lottogewinner und Stars zählen zu dieser Gruppe; wer nicht gelernt hat Geld zu verdienen und anzusammeln, sondern durch Glück erlangt, verliert es oft so schnell wie er es bekommen hat.
  17. Viele Millionäre sind so wohlhabend, dass sie bis zu Ihrem Lebensende ausgesorgt haben und nicht mehr arbeiten müssten, sie tun es trotzdem, weil sie lieben was sie tun.
  18. Millionäre wissen, dass Statussymbole wie teure Autos gerade keinen guten Indikator für das Vermögen darstellen. Die meisten teuren Autos und Häuser sind mit Krediten finanziert und treiben ihre Besitzer in den Bankrott, beeindrucken kann man Millionäre mit solchen Dingen schon gar nicht, selbst wenn sie selbst ein kleines altes Auto fahren.
  19. Millionäre müssen sich nicht ständig etwas leihen, sie sind Verleiher. Wenn sie Ihre Sachen wieder einmal nicht zurück bekommen, kaufen sie sich halt neue. 

Naja, ich glaube die Millionäre nebenan würden einem wohl einiges Verraten, wenn man sie danach fragen würde. Denn erfolgreiche Menschen geben ihr wissen gerne weiter, sie fühlen sich dadurch nicht bedroht, sondern geehrt.