Tricks um früh morgens besser und leichter aufzustehen. Aus dem Bett kommen kein Problem.

Ich spare mir dumme Tipps, wie »schlafen Sie ausreichend« oder »kein Kaffee vor dem Schlafengehen«. Wenn sich unsere Probleme so leicht lösen lassen würden, dann gäbe es die Frage gar nicht. Das wissen wir alle, hier findest Du Anregungen, die nicht selbstverständlich sind.

Sich vornehmen nur kurz aufzustehen.
Wenn ich noch total müde bin, aber weiß, dass es klüger ist aufzustehen, dann mache ich mit mir selbst einen Deal. Ich sage mir komm ich versuche jetzt nur 10 Minuten aufzustehen, und wenn ich dann immer noch so müde bin, dann kann ich mich ja immer noch wieder hinlegen. Dieses Vorgehen ist effektiver als man vielleicht glauben mag. Mir hilft es besonders, wenn ich selbst Argumente zum weiterschlafen suche. In der Art, dass ich lieber weiterschlafen sollte, denn die Vorlesung sei nicht so wichtig, aber der Schlaf ist gesund. Dabei weiß ich, dass ich die Weckzeit am Abend, oder in der Nacht entschieden habe, als ich noch bei klarem Verstand war und entsprechend besser entscheiden konnte, ob längerer Schlaf wirklich, aus gesundheitlichen Gründen, nötig ist oder nicht. Wenn ich dann ein paar Minuten wach bin, fällt es meist nicht so schwer wach zu bleiben. Das Ganze hat eine Ähnlichkeit zu dem Vorgehen, eine neue Gewohnheit zu lernen, wobei man sich vornimmt es erstmal nur ein paar Tage zu versuchen. Es funktioniert so gut, weil wir Menschen nicht gerne endgültige Entscheidungen treffen. Weil wir fürchten für eine Entscheidung, an die wir uns ewig binden, nicht lange genug Nachgedacht haben und vielleicht einen Fehler gemacht haben.  Das führt dazu, dass wir gar keine treffen und in diesem Fall, dass wir im Bett liegen bleiben und Minuten-, oder Stundenlang nicht die Kraft finden uns aufzuraffen. Lieber eine befristete Entscheidung, als keine. Am Ende sind wir der Herr über unser Leben, wir können zur Not unseren Job kündigen oder sogar in ein anderes Land gehen. Wir leben in dem Luxus solche Entscheidungen treffen zu können, ohne dass unser Leben dadurch bedroht wird. Wir setzen uns in dieser Hinsicht selbst zu sehr unter Druck und vergessen, dass wir der Boss sind. Wenn selbst solche Dinge möglich sind, dann erst Recht einfach aufzustehen und zehn Minuten später nochmal zu überlegen, ob man aufbleiben möchte, oder sich lieber wieder hinlegt.  

Sofort aufspringen, schneller als das Bewusstsein.
Eine andere Technik ist es, sofort wenn man den Wecker hört aufzuspringen, bevor man anfängt bewusst darüber nachzudenken. Steve Pavlina empfiehlt diese Methode. Dazu ist es nötig, dass man sich selbst zunächst ein bisschen konditioniert. Indem man »übt« aufzustehen, wenn der Wecker losgeht. Dazu kann man eine Trockenübung machen, indem man sich einfach ins Bett legt und den Wecker auf ein paar Minuten zu stellen. Geht der Wecker los, dann springt man auf. Das wiederholt man so oft wie möglich, damit es in Fleisch und Blut übergeht und kein bewusster Gedanke mehr dazu nötig ist.

Den Wecker weit Weg stellen.
Um sich zu zwingen den ersten Schritt zu gehen, also aus dem Bett raus zu kommen, ist es sinnvoll, dass der Wecker nicht direkt neben dem Bett steht, sondern mindestens am anderen Ende des Zimmers. Am besten sogar in einem anderen Raum. Ich habe es so gemacht, dass ein Laptop mit eine Wecksoftware im Wohnzimmer steht und dieser mit Boxen im Schlafzimmer verbunden ist. Um den Wecker auszumachen muss ich durch den flur ins Wohnzimmer. Nach so einer kleinen Wanderschaft hat man das Schlimmste eigentlich überstanden. Es ist allerdings erstaunlich, wie verlockend das warme Bett trotzdem ist und wie oft es mir schon passiert ist, dass ich trotzdem nicht widerstehen konnte und mich wieder hingeleget habe. Allerdings dann in vollem Bewusstsein, nur mein Wille war geschwächt. Man kann das ganze auch mit mehreren Weckern realisieren. Z.B. einen angenehm leisen Wecker, der fünf Minuten vor dem lauten Wecker losgeht. Dann wird man nicht immer zu Tode erschreckt. ;) Den zweiten hat man ja noch zur Sicherheit.

Ein Hörbuch griffbereit halten.
Ich habe immer einen MP3 Player mit einigen Hörbüchern zu Themen wie Erfolg und persönliche Entwicklung bereit neben dem Bett liegen. Die Idee dahinter ist, dass es nicht viel Überwindung erfordert, den MP3 Player anzuwerfen. Man muss ja das herrlich warme kuschelige Bett nicht verlassen. Die Hörbücher sorgen nach wenigen Minuten für einen ordentlichen Motivationsschub, der mich zum Aufstehen bringt. Ich höre dann einfach weiter, während ich mich anziehe, Dusche, Sachen packe und mit dem Fahrrad zum Bahnhof fahre. Das alleine sind über eine Stunde am Tag, die ich, ohne irgendwo Abstriche machen zu müssen, zum Hörbuchhören zur Verfügung habe. Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe, weil keine der morgendlichen Aufgaben eine intellektuelle Leistung erfordern, aber nun mal gemacht werden müssen.

Ich habe es jetzt so gemacht, dass ich ein Hörbuch als Wecker benutze. Auf dem Laptop im Wohnzimmer läuft eine Playlist mit dummy MP3s die je eine halbe Stunde lang sind, aber keinen Ton enthalten. Ich stelle den "Wecker" dann indem ich auswähle wie viele MP3s abgespielt werden sollen, bevor das Hörbuch an der Reihe ist. So werde ich direkt mit Motivation überschüttet. Das geht natürlich auch mit dem MP3 Player, aber ich hab schon ein paar mal nichtmal die Motivation aufgebracht meinen MP3 Player an zu machen und die Kopfhörer ins Ohr zu stecken, und bin einfach wieder schlafen gegangen. So bekomme ich mein Hörbuch auch, wenn ich einfach im Bett liegen bleibe. Wenn ich dann ein paar Minuten gehört habe beginnt sich der Tatendrang zu regen und ich kann ganz easy aufstehen. 

Vorbereitungen treffen.
Hilfreich ist es auch, dass man es sich so leicht wie möglich macht, den Einstieg in den Tag zu finden. Dazu einige Tipps:
  • Frühstück vorm Schlafengehen vorbereiten.
  • Kleidung schon bereitlegen.
  • Heizung im Badezimmer an machen.
  • Motivierende, energiegeladene Musik abspielbreit halten. Oder sogar statt des Weckers benutzen.
  • Mit jemandem Verabreden, entweder sich gegenseitig zu Wecken, sich in einem Chat zu melden, oder sogar gemeinsam zu Frühstücken. Das hilft zwar für den Moment des Aufstehens nichts, aber es motiviert nicht weiter zu schlafen. 
  • Eine Schaltzeituhr aus dem Baumarkt mit Stehlampen verbinden. Damit es schon hell ist, wenn der Wecker losgeht. Sonnenlich wäre zwar besser, aber so ein simulierter Sonnenaufgang ist besser als keiner. Man kann sich auch einen Lichtwecker kaufen, aber die Schaltzeituhr ist mit 2-3€ etwas günstiger. :)
  • Am Abend zuvor planen was man direkt als erstes zu tun hat. Wenn weiß das die Planung schon erledigt ist, dann ist man motivierter aufzustehen, besonders, wenn man an einem Projekt arbeitet, welches einen wirklich begeistert.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich habe mir einmal eine kleine Maschine gebaut, die im Prinzip aus einem Motor bestand, der mit einer Schnur verbunden war, die wiederum mit der Bettdecke verbunden war. Der Motor wurde dann über eine Zeitschaltuhr angeworfen und hat mir dann die Decke weggezogen. Klingt verrückt? Das verrückteste, was ich bis jetzt in diesem Zusammenhang gelesen habe, war ein Typ der polyphasich geschlafen hat und immer wenn er extrem müde geworden ist, ums Haus gelaufen ist, während er einen Stapel Teller getrangen hat. Wenn er beim Gehen zu müde wurde, hat er die Teller fallen gelassen, die dann zerbrochen sind. Das hat ihn wieder geweckt. :)

Natürlich gibt es auch noch ein paar einfache Hausmittelchen, die mehr oder weniger allgemein bekannt sind.

  • Es fällt leichter, wenn man jeden Tag zur gleichen Zeit aufsteht. Am besten auch an den Wochenden. Ich bin aber der Meinung, wenn der Verdacht besteht, dass man ein Schlafdefizit unter der Woche hat (das lässt sich nun mal leider nicht immer verhindern), sollte man am Wochenende so lange Schlafen, bis man natürlich aufwacht und nicht in ein Dauerdefizit zu rutschen. Besser wäre es aber noch, wenn man immer zur gleichen Zeit aufsteht, aber dafür sofort ins Bett geht, wenn man abends müde wird.
  • Kaltes Wasser ins Gesicht.
  • Ein großes Glas Wasser vor dem zu Bett gehen, trinken. (Damit man Morgens ins Bad muss :))
  • Die Bettdecke wegwerfen, wenn der Wecker losgeht. Das werfen der Decke erfordert weniger Willenskraft, als das Aufstehen selbst. Ist die Decke erstmal Weg, kommt man ganz von alleine aus dem Bett.
  • Gymnastik im Bett machen, regt den Kreislauf an und vertreibt ein bisschen die Müdigkeit.
  • Bei offenem Fenster schlafen. So kommt frische Luft rein und auch die Sonne. Halte ich aber für problematisch, weil man eben schon sehr früh Sonnenlicht abbekommt, lange bevor man Aufstehen muss und ab diesem Moment die Schlafqualität schon abnimmt. Hängt aber auch von der Jahreszeit ab. 
Alle Methoden können natürlich frei miteinander Kombiniert werden, je nach persönlichem Geschmack. Persönlich hilft mir das vornehmen nur kurz aufzustehen in Kombination mit dem MP3 Player am meisten. In der vorgenommenen Aufstehzeit bin ich dann entweder Wach geworden und habe keinen Drang mehr zurück ins Bett zu gehen, oder das Hörbuch hat für entsprechende Motivation gesorgt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Es gibt die Theorie, dass man Schlaf nicht nachholen kann. Wie ein Zeitkonto, auf das man nur täglich einzahlen kann. Einmal verlorener Schlaf, bleibt verlorener Schlaf.

Lino Coscia hat gesagt…

Ich kenne nur die Theorie, dass man Schlaf nicht ansammeln kann, also nicht Vorschlafen kann. Jedoch ist es doch logisch, dass man Schlaf in gewissem Maße nachholen kann. Wenn man an einem Tag nicht schläft, dann wird man am nächsten Tag, wenn man normal schläft ein bisschen länger schlafen. Man hat also den Schlaf nachgeholt. Richtig ist allerdings, dass das nur sehr begrenzt möglich ist. Jemand der zwei Wochen wach ist, wird nicht länger als 16 Stunden schlafen. Etwa dort liegt die Grenze. ALso wenn das Schlafdefizit ein Maß übersteigt, dann kann man den Schlaf wirklich nicht nachholen.

Jedoch kann es unter psychischen Gesichtspunkten sinnvoll sein, länger zu schlafen. In stressigen Phasen steigt der Schlafbedarf.

Florian Deuring hat gesagt…

Schon mal mit Lichtweckern versucht? Die simulieren den Sonnenaufgang im eigenen Schlafzimmer. Mir hats geholfen :-) Habe einen guten Ratgeber dazu gefunden: http://www.lichtwecker-info.de

Michele Brock hat gesagt…

Hallo, Leute! Danke für interessante raten und Meinungen. Ich hatte das gleiche Problem vor einem Monat. Hab überall nach Ausrüstung gesucht und endlich diese seit gefunden - http://spin-slot.com/spielcasino/ Vielleicht hilft das jemandem. Viel Glück)