Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 4-6


Nun ist auch die sechste Nacht überstanden, also wieder Zeit für ein Update.

Hier gehts zu den früheren Tagen:
Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 1-3 


Die vierte Nacht war etwas härter, als die dritte, aber ich habe mich mit Backen gut beschäftigen können. Das ist mitunter das beste was man machen kann um wach zu bleiben. Man ist leicht körperlich und geistig aktiv, aber auch nicht zu stark gefordert. Und man bekommt am Ende eine leckere Belohnung. Diesmal gab es Cantuccini, sind sehr lecker geworden.

Die Nächte waren bis jetzt noch alle sehr erträglich. Die Müdigkeit schwankt erheblich, in der fünften Nacht hatte ich das erste mal eine Phase von sehr starker Müdigkeit zwischen dem 3:00 Uhr Nap und dem 5:00 Uhr Reservenap, sowie zwischen diesem und dem 7 Uhr Nap. Wobei letztere Phase, die bis jetzt schlimmste war. Aber auch nach dem 7 und 9 Uhr Nap war ich noch ziemlich müde, das hat sich diesmal bis zum 15 Uhr Nap hingezogen.

Trotz Müdigkeit sind die kognitiven Fähigkeiten noch ziemlich gut, aber nahezu wertlos, denn die Müdigkeit treibt die Motivation in den Keller. Ich könnte mich also Konzentrieren, wenn ich wollte, aber ich will nicht, weil ich keine Motivation zu wollen habe.

Mein Zeitgefühl ist auch schon schwer angeschlagen. Hätte ich nicht genau Buch geführt wüsste ich nicht wie viele Tage vergangen sind. Ich habe leider auch sehr häufig meinen Blutdruck nicht gemessen. Teilweise aus Faulheit und teilweise weil ich es vergessen habe. Es reicht aber denke ich schon aus, wenn man ein paar Werte hat, aus denen man ein Tagesmittelwert bilden kann. So lassen sich die Auswirkungen durch die Adaption hinreichend feststellen.

Die sechste Nacht ging wieder viel einfacher, als die fünfte und vierte Nacht vorüber. Das könnte ein Zeichen sein, dass der Tiefpunkt überschritten ist und es bergauf geht, obwohl ich das nicht wirklich glaube, denn richtig hart war es bis jetzt nicht und zombiemäßig war ich auch noch nicht drauf. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass mein Körper das schonmal durchgemacht hat oder ob ich diesmal einfach härter in Nehmen bin. Subjektiv kam mir das beim ersten mal jedenfalls viel viel härter vor. Auch bei Konrad zeigt sich das gleiche, wenn also nicht noch der große Absturz kommt, kann bei der Adaption für uns nichts mehr schiefgehen.

Eine Erklärung könnte sein, dass ich diesmal bis auf den kleinen Ausrutscher am Anfang, nicht verschlafen habe. Das ist beim ersten mal am laufenden Band passiert und hat dadurch die Adaptionsphase sehr lange hingezogen. Hierin besteht wohl der größte Vorteil, wenn man zu zweit Anfängt.

Einen von den super erholsamen Naps, nach denen man putzmunter aufwacht und denkt man habe 6 Stunden verschlafen, hatte ich leider noch nicht. Aber ich bin zuversichtlich und gespannt auf die nächste Nacht, wenn es jetzt nicht wider erwarten nochmal härter wird, dann ist die kritische Phase der Adaption diesmal leicht überwunden worden. 
Siehe auch: 
Polyphasischer Schlaf - Neustart
Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 1-3

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