Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 7-9

So die nächsten drei Tage sind wieder geschafft und hier kommt das Update.

Hier gehts zu den früheren Tagen:
Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 1-3 
Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 4-6

Leider ist es nicht so leicht weiter gegangen wie Tag sechs andeuten ließ. Die siebte nacht war schon erheblich anstrengender und zwischen drei und fünf Uhr war es so schlimm, dass ich mich nur durch einen langen Spaziergang in der eisigen Kälte, wachhalten konnte. Um fünf bis um elf war ich immernoch zu müde um etwas produktives zu machen. Deshalb habe ich wieder gebacken und zwischendurch PC gespielt. Als erstes habe ich mir Crysis vorgenommen, auf Schwierigkeitsgrad Delta.

Den Wecker stelle ich inzwischen nur noch auf 27 Minuten, zu Beginn habe ich ihn noch auf 35 Minuten gestellt. Wie ich schon anklingen lassen habe, benutze ich dazu immernoch meinen Laptop mit der Lost Uhr von Hier. Angeschlossen an eine Verstärker im Wohnzimmer. Die Boxen stehen dann im Schlafzimmer, so muss ich zum Ausschalten durch die ganze Wohnung. Um auf Sicher zu gehen schließe ich Schlafzimmer und Wohnzimmer Tür ab und lege den Schlüssel in andere Räume.

Die Zwischennaps um fünf und neun Uhr halte ich auch weiterhin. Je nachdem wie die nächsten Tage werden, versuche ich zunächste den um Fünf und dann um Neun abzubauen.

Am achten Tag war die Nach regelrecht höllisch. Nach dem fünf Uhr Nap musste ich wieder nach Draußen spazierengehen. Selbst dabei wäre ich beinahe eingeschlafen. An der Natur geht aber wenigstens eine gewisse schlechte Stimmung weg, die man manchmal bekommt, wenn man sehr müde ist. An der friedlichen Natur muss man einfach gute Laune bekommen. Und da gerade fast Vollmond und sternenklarer Himmel ist, ist das ganze nochmal schöner.

Jetzt zu den schlechten Nachrichten.

Ich habe bösartige Rückenschmerzen in der Kreuzgegend bekommen. Da ich ja fast die ganze Zeit nur am Computer arbeite ist das besonders störend. Ich kann mir gut vorstellen, dass das mit dem Polyphasischen Schlaf zusammen hängt. Beim ersten Mal habe ich zwar keine bekommen, oder ich weiß es wenigstens nicht genau, also waren sie wohl nicht so schlimm, aber die kurzen Schlafzeiten sind wahrscheinlich nicht ausreichend um die Bandscheiben wieder ausreichend mit Flüssigkeit zu füllen. Das macht den Rücken empfindlicher und legt den Grundstein für Rückenschmerzen.
Als Gegenmaßnahe mache ich jetzt jeden Tag ein paar Übungen um die Rückenmuskulatur zu stärken. Ich hoffe nur das hilft, denn die Rückenschmerzen sind im Moment schlimmer als die Müdigkeit.

Zu allem Überfluss habe ich dann auch noch Crysis durchgespielt. Es hat mich wirklich wunderbar abgelenkt und wach gehalten. Zum Glück gibt es ja noch das Addon Warhead, welches ich mir gleich mal besorgt habe.
Am neunten Tag ist es dann passiert. Ich habe mich um 23 Uhr nichtsahnend hingelegt und bin zwölf Stunden!!später aufgewacht. Ich habe keine Ahung warum ich nicht durch den Wecker wach geworden bin, oder wie ich den unbemerkt ausgemacht haben kann. Das schlimme ist ich war nichtmal besonders müde als es den Nap gemacht habe und nach den zwölf Stunden fühlte ich mich auch nicht vollständig erholt. Leider hat auch Konrad mich nicht angerufen, weil der zunächst unterwegs war und wir uns deshalb nicht abgesprochen haben.

Das wird mich natürlich nicht aufhalten, ist zwar ärgerlich und macht die Adaption nochmal unnötig schwieriger, aber da muss ich durch. Um das in Zukunft zu verhindern, habe Konrad und ich abgesprochen, dass wir uns nun auch ohne Absprache immer Anrufen werden. Zusätzlich werde ich noch sorgfältiger beim Wecker stellen vorgehen.

Im Anschluss habe ich versucht ganz normal alle Naps zu machen. Ein Fehler wäre es in dieser Situation nun so lange zu warten bis man wieder müde wird. Beim 15 Uhr Nap ist es mir auch gelungen einzuschlafen, beim 19 und 23 Uhr Nap dagegen nicht. Das sind auch die Nap bei denen mein Schlafdruck am geringsten ist.

Um das Beste draus zu machen, habe ich gleich mit meiner Hausarbeit im Strafrecht angefangen. Ich bin gespann wie gut ich in den nächsten Tagen damit voran komme.

Werte gibs immer noch nicht. Ich habe weder schon genug gesammelt, noch die Zeit für eine anständige Auswertung gefunden. 

Das solls auch schon wieder gewesen sein, in drei Tagen gibs das nächste Update. 

Siehe auch: 
Polyphasischer Schlaf - Neustart
Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 1-3 
Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 4-6

Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 4-6


Nun ist auch die sechste Nacht überstanden, also wieder Zeit für ein Update.

Hier gehts zu den früheren Tagen:
Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 1-3 


Die vierte Nacht war etwas härter, als die dritte, aber ich habe mich mit Backen gut beschäftigen können. Das ist mitunter das beste was man machen kann um wach zu bleiben. Man ist leicht körperlich und geistig aktiv, aber auch nicht zu stark gefordert. Und man bekommt am Ende eine leckere Belohnung. Diesmal gab es Cantuccini, sind sehr lecker geworden.

Die Nächte waren bis jetzt noch alle sehr erträglich. Die Müdigkeit schwankt erheblich, in der fünften Nacht hatte ich das erste mal eine Phase von sehr starker Müdigkeit zwischen dem 3:00 Uhr Nap und dem 5:00 Uhr Reservenap, sowie zwischen diesem und dem 7 Uhr Nap. Wobei letztere Phase, die bis jetzt schlimmste war. Aber auch nach dem 7 und 9 Uhr Nap war ich noch ziemlich müde, das hat sich diesmal bis zum 15 Uhr Nap hingezogen.

Trotz Müdigkeit sind die kognitiven Fähigkeiten noch ziemlich gut, aber nahezu wertlos, denn die Müdigkeit treibt die Motivation in den Keller. Ich könnte mich also Konzentrieren, wenn ich wollte, aber ich will nicht, weil ich keine Motivation zu wollen habe.

Mein Zeitgefühl ist auch schon schwer angeschlagen. Hätte ich nicht genau Buch geführt wüsste ich nicht wie viele Tage vergangen sind. Ich habe leider auch sehr häufig meinen Blutdruck nicht gemessen. Teilweise aus Faulheit und teilweise weil ich es vergessen habe. Es reicht aber denke ich schon aus, wenn man ein paar Werte hat, aus denen man ein Tagesmittelwert bilden kann. So lassen sich die Auswirkungen durch die Adaption hinreichend feststellen.

Die sechste Nacht ging wieder viel einfacher, als die fünfte und vierte Nacht vorüber. Das könnte ein Zeichen sein, dass der Tiefpunkt überschritten ist und es bergauf geht, obwohl ich das nicht wirklich glaube, denn richtig hart war es bis jetzt nicht und zombiemäßig war ich auch noch nicht drauf. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass mein Körper das schonmal durchgemacht hat oder ob ich diesmal einfach härter in Nehmen bin. Subjektiv kam mir das beim ersten mal jedenfalls viel viel härter vor. Auch bei Konrad zeigt sich das gleiche, wenn also nicht noch der große Absturz kommt, kann bei der Adaption für uns nichts mehr schiefgehen.

Eine Erklärung könnte sein, dass ich diesmal bis auf den kleinen Ausrutscher am Anfang, nicht verschlafen habe. Das ist beim ersten mal am laufenden Band passiert und hat dadurch die Adaptionsphase sehr lange hingezogen. Hierin besteht wohl der größte Vorteil, wenn man zu zweit Anfängt.

Einen von den super erholsamen Naps, nach denen man putzmunter aufwacht und denkt man habe 6 Stunden verschlafen, hatte ich leider noch nicht. Aber ich bin zuversichtlich und gespannt auf die nächste Nacht, wenn es jetzt nicht wider erwarten nochmal härter wird, dann ist die kritische Phase der Adaption diesmal leicht überwunden worden. 
Siehe auch: 
Polyphasischer Schlaf - Neustart
Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 1-3

Polyphasischer Schlaf - Neustart - Tag 1-3


Die ersten drei Tage sind schonmal erfolgreich rumgegangen. Wie versprochen gibt es diesmal ein bisschen Bloggig zu meinen täglichen Erfahrungen.

Sehr erfreulich ist, dass der Blogger Konrad Erzberger sich entschlossen hat, gleichzeitig mit mir, auch mit polyphasischem Schlaf anzufangen. Das ist extrem hilfreich um Motivationstiefs in den Nächten zu überstehen.

Der erste Tag war unproblematisch. Beim ersten Nap, um 3:00 Uhr am 19. konnte ich nicht eingeschlafen, aber schon der zweite war ziemlich erholsam. Die anderen Naps waren im Schnitt ziemlich gut, ich denke da kommt mir die Erfahrung zugute, die mein Körper mit den Naps schon hat. Mir kam es sogar bei den meinsten Naps so vor, als hätte ich geträumt, verbunden mit ein bisschen Zeitdiletation. Das ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen. Beim 7 Uhr Nap habe ich um ca. 30 Minuten verschlafen. Offensichtlich habe ich im Halbschlaf die Wecker neu gestellt und einen Nap dran gehängt. Schlimm ist das nicht, solange es unter 90 Minuten bleibt.

Die zweite Nacht war etwas härter, besonders die Phasen kurz nach einem Nap sind schwierig.
Der Tag ging gut vorrüber und ich konnte produktiv Arbeiten.

In der dritten Nacht habe ich das erste mal etwas verschlafen. Nach ca. 90 Minuten bin ich zum Glück von alleine aufgewacht. Offensichtlich bin ich  im Halbschlaf augestanden und habe den Wecker ausgestellt.

Als Gegenmaßnahme schließe ich das Wohnzimmer, wo ich den Laptop ausstellen muss, ab und lege den Schlüssel in ein anderen Raum. Ich bin dann hoffentlich wieder Herr meiner geistigen und körperlichen Kräfte, wenn ich bis zum Laptop vorgestoßen bin. Zusätzlich habe ich mit Konrad abgemacht, dass wir uns anrufen, wenn sich einer nicht nach 45 Minuten über Skype meldet. Das geht sehr gut, weil wir leicht versetzte Schlafphasen haben.

Bei dem 23 Uhr Nap konnte ich komischerweise alle drei Male nicht einschlafen, aber das wird sich auch schnell legen. Insgesamt scheint die Adaption sehr erfolgreich zu verlaufen. Ich bin gespannt, wann es richtig hart wird und ob es diesmal einfacher, als beim ersten mal wird.  

Um die Anpassung zu erleichtern versuche ich die folgenden Dinge zu brücksichtigen.
  • Nach jedem Nap eine Kleinigkeit essen, viel Obst und Vollkornprodukte, wenig Fleisch. Kurz vor einem Nap versuche ich garnichts zu essen und große Mahlzeiten Teile ich mir auf mehrere Naps ein.
  • Wenn ich vor einem Nap nicht müde genug bin, lese ich solange bis der Schlafdruck groß genug ist. Wenn ich sehr müde bin gehe ich etwas Spazieren, das hält wach, dreht einen aber den Kreislauf nicht total auf.
  • Vor jedem Nap lüfte ich das Schlafzimmer.
  • Das Monitor Gamma runterstellen und regelmäßig Augentropfen einehmen. Bei goßer Müdigkeit vergesse ich nämlich häufig genug zu blinzeln und die lange Wachzeit ist eine besondere Belastung für die Augen.


Das wars erstmal für die ersten drei Tage. Medizinische Werte habe ich noch nicht in ausreichender Menge gesammelt, die kommen dann später.

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Siehe auch:
Polyphasischer Schlaf - Neustart

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Polyphasischer Schlaf – Neustart


Viele Leser haben sich gefragt wie lange ich eigentlich Polyphasisch geschlafen habe und ob ich vielleicht immernoch tue. Nach Überman habe ich volle fünf Monate, ohne Unterbrechung geschlafen. Ich fühlte mich auch immer Gesund und Leistungsfähig.

Abgebrochen habe ich dann zwangsweise. Aufgrund meiner Teilnahme an dem WSOP Main Event 2010 in Las Vegas, war es mir für zwei Wochen nicht möglich das Schlafsystem durchzuführen. Nach so langer Zeit ist die Anpassung natürlich hinüber und ich hätte ganz neu anfangen müssen. Dazu fehlte mir ersteinmal ein bisschen die Motivation und auch die Zeit. Danach fing mein Studium an. Mitten drin wollte ich mir die Anpassung da nicht antun. Heute habe ich dann meine letzte Klausur fürs Semester geschrieben und damit fängt die Vorlesungsfreie Zeit für mich an. Nur eine Hausarbeit muss ich irgendwie bis zum 04.04 fertig bekommen, aber das wird kein Problem sein.

Somit hat sich also erst jetzt wieder die Chance ergeben mit dem Polyphasichen Schlaf anzufangen. Es soll auch wieder Uberman sein, denn die Schrecklich langwierige Adaption von Everyman ist mir zu wider. Lieber "kurz" und dafür härter. Eine gewisse Extreme ist für mich auch ein stärkerer Motivationsgrund, gerade jetzt wo ich weiß, dass es wirklich funktioniert. Dass war mir beim ersten mal nicht mit Sicherheit klar. Damals bin ich deshalb auch erst mit dem Everyman eingestiegen, weil ich mir wenigstens vorstellen konnte, dass das funktioniert. Als ich dann gemerkt habe, dass ich wirklich eine Anpassung durch machte und jeder Nap immer besser wurde, war mir klar, dass es grundlegen funktioniert. Das führte damals dazu, dass ich nach zwei Wochen Everyman einfach nach Uberman geschlafen habe, und es hat funktioniert! Eine harte Einstiegsphase gabs natürlich trotzdem, aber das war gut zu schaffen.  

Diesmal gibt es auch ein bisschen Blogging zu den einzelnen Tagen der Anpassung. Das habe ich letztes mal nicht gemacht, weil ich das ganze erst nur für mich ausprobieren wollte und dem Projekt eigentlich auch keine großen Chancen zugesprochen habe.

Dazu werde ich nach und vor jedem Nap meine Temperatur, Blutdruck und Puls messen, vielleicht stelle ich die Werte nach ein paar Tagen auch online, jedenfalls werde ich über das Ergebnis berichten.

Meine Schlafzeiten sind wieder die gleichen wie letztes mal:

  • 3:00-3:20
  • 7:00-7:20
  • 11:00-11:20
  • 15:00-15:20
  • 19:00-19:20
  • 23:00-23:20

Zu Beginn werde ich regelmäßig einen weiteren Nap um 5 und 9 Uhr einschieben. Das hilft erstens über die harte Nachtzeit hinweg und könnte sich sogar positiv auf die Anpassung auswirken. Je mehr Naps, desto öfter hat der Körper einen "Lehrneffekt", ob das in der Praxis so ist wird sich zeigen. Es soll jedenfalls nicht negativ sein, solange mindesten 90 Minuten zwischen den Naps liegen.

Nach ein paar Wochen werde ich dann anfangen die Tag Naps weiter auseinander zu legen und die Nacht Naps näher zusammen. So bleibt mir ein größerer Freiraum irgendetwas zu Unternehmen. Damit habe ich innerhalb der fünf Monate schon Erfahrungen gesammelt. Ich werde dann experimentieren, inwieweit das zu optimieren ist.

Weiter zu:
Polyphasischer Schlaf - Neustart Tag  1-3 
Siehe auch:
Polyphasischer Schlaf - Einleitung
Polyphasischer Schlaf - Übersicht

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