Selbstmanagement: 100 Tipps Ihre persönliche Produktivität zu steigern. (Teil 1)

In dieser fünfteiligen Serie werde ich Ihnen 100 mehr oder weniger kurze Tipps, Regeln und Anregungen geben, wie Sie Ihre persönliche Effektivität, Effizienz und damit Produktivität steigern können.Viel Spaß beim Lesen.




1.)Ziele
Ohne Ziel ist kein Weg der richtige. Machen Sie sich genaue Vorstellungen wie viel und was Sie erreichen möchten. Wählen Sie die Ziele realistisch aber fordernd. Was wollen Sie morgen erreichen? Was diese Woche? Diesen Monat? Dieses Jahr? Dabei sollten Sie sich auch eine sehr genaue Vorstellung darüber machen was das eigentliche Ziel in Ihrem Leben ist. Welches Leben wollen Sie in ein paar Jahren Leben. Anhand dieser Vorstellung sollten die Ziele ausgelegt werden. Dabei ist es wichtig wirklich herauszufinden was Sie glücklich machen wird, abgegrenzt von den Dingen die Ihnen einfach nur von der Gesellschaft, von der Familie oder sogar Ihren eigenen bisherigen Vorstellungen im Sinne von: "Das macht man eben so." aufgedrängt wurden. 

Eine gute Methode zur Findung Ihrer Ziele ist es, dass Sie sich Ihren optimalen Tag in 5 bis 10 Jahren vorstellen. Wo werden Sie arbeiten, oder arbeiten Sie überhaupt? Wo wohnen Sie, in was für einem Haus, in welcher Stadt in welcher Gegend, haben Sie einen Garten und ein Anwesen? Welche Menschen sind um Sie. Wie sieht Ihr Alltag aus. Seien Sie dabei nicht bescheiden, malen Sie sich Ihre Zukunft so groß und gewaltig aus, wie Sie sie sich wünschen. 
Eine andere Methode ist es sich vorzustellen was man machen würde, wenn man zehn Millionen Euro hätte. Wie würden man seinen Tag verbringen? Die Vorstellung von so viel Geld gibt uns eine gewisse Macht und macht uns frei von äußeren Einflüssen. Was wir tun würden, wenn wir unermesslich Reich wären, ist ziemlich sicher genau das, was wir uns wirklich wünschen. 



2.)Selbsterkenntnis
Lernen Sie sich selbst kennen. Wo liegen Ihre Laster, Ihre schlechten Gewohnheiten? Was sind Ihre Stärken und was fällt Ihnen leicht und macht Spaß? Was motiviert Sie besonders; Anerkennung, Geld, Ruhm, etwas Gutes zu tun, Selbstverwirklichung, Sicherheit? Wodurch lassen Sie sich ablenken, verunsichern oder demotivieren? Je genauer Sie feststellen wer wir wirklich sind, desto besser werden Sie an sich arbeiten können.


3.)Egozentriker
Seien Sie zu einem gesundem Maße Egozentrisch. Vergleichen Sie Ihre Leistungen und sich nicht immer mit Anderen; Es wird Jemanden geben der besser ist. Vergleichen Sie sich zunächst nur mit sich. Was haben Sie aus Ihrer persönlichen Ausgangssituation gemacht? Was hätten Sie in Ihrer Situation besser machen können und wie wollen Sie dass in Zukunft ändern? Der Vergleich mit Anderen kann nur Sinn machen, wenn Sie sich dadurch motiviert fühlen, zu sehen, was manche Menschen, sogar aus bedeutend schlimmeren Situationen, gemeistert haben. Suchen Sie sich als Inspiration oder Vorbild nicht die größten, besten und tollsten, sondern die Menschen, die es am schwersten hatten und von denen Sie am meisten lernen können.


4.)Konditionierung
Viele Menschen wurde in ihrer Kindheit eingeredet, Sie können dies und das nicht; seinen immer unpünktlich, undiszipliniert, ziellos, unordentlich, durchweg dumm und werden es nie zu was bringen. Machen Sie sich klar, dass solche Eigenschaften nicht angeboren sind, sondern gelernt wurden. Sei das von Freunden oder Autoritätspersonen, wie Lehrern oder Eltern. Flüchten Sie sich nicht in die Vorstellung: "so aber zu sein". Wenn Sie es einmal lernen konnten, dann können Sie es auch wieder verlernen.


5.)Zweifrontenkrieg
Arbeiten Sie nicht nur daran Ihre Schwächen auszumerzen, sondern konzentrieren Sie sich auch darauf Ihre Stärken zu fördern. Versuchen Sie Aufgaben an Ihre Stärken anzupassen. Geben Sie sich nie zufrieden, es gibt immer Raum für Verbesserungen.


6.)Egoist
Ihre Aufgabe ist es nicht es jedem recht zu machen. Sie sind der wichtigste Mensch in Ihrem Leben, danach kommt Ihre Familie und dann lange nichts. Machen Sie nicht den Fehler, grundsätzlich Ihre persönlichen Bedürfnisse hinten anzustellen.


7.)Kühnheit
Lassen Sie sich von der Angst etwas Falsch zu machen nicht daran hindern, wichtige Dinge anzugehen. Dietrich Bonhoeffer hat mal gesagt: "Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen." Die meisten Bedenken bestätigen sich letztendlich nicht, lassen Sie sich also nicht von Ihrer Angst beherrschen. Seien Sie Wagemutig, aber nicht Tollkühn.


8.)Immitation
Nicht jede Erfahrung müssen Sie selbst machen. Lernen Sie aus den Fehlern der Anderen. Beobachten Sie erfolgreiche Menschen und kopieren Sie die entscheidenden Verhaltensmuster. Finden Sie Menschen, die die gleichen Schwächen oder schlechte Angewohnheiten wie Sie selbst gehabt haben und fragen Sie nach, wie die sie überwunden haben.


9.)Leistungshochs
Finden Sie ihre persönlichen Leistungshochs. Nutzen Sie diese Zeit für besonders anspruchsvolle oder unangenehme Aufgaben. Eine Grafik zum Leistungshoch finden Sie hier unter dem dritten Punkt: REFA-Normkurve.


10.)Powernap
Versuchen Sie im Leistungstief am Mittag einen kurzen Mittagsschlaf, von nicht mehr als 30 Minuten, zu machen. Ihre Konzentration, Leistungsfähigkeit und damit ihre Produktivität werden danach fast so gut wie am Morgen sein.


11.)Prioritäten
Welche Dinge bringen Sie wirklich weiter? Was kann man auch noch später oder muss man gar nicht erledigen? Was kostet mehr Zeit als es Wert ist? Bestimmen Sie für jede zu erledigende Angelegenheit ihre Wichtigkeit. Ob Sie dabei das Eisenhowerprinzip, die ABC-Analyse oder ein eigenes System verwenden bleibt Ihnen überlassen. Details finden Sie hier unter Punkt fünf: ABC-Analyse und hier: Eisenhower Prinzip.


12.)Sport
Ausdauersport baut Stress ab, erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen und stärkt das Immunsystem. Sie werden gesünder und belastbarer. Konzentrationsfähigkeit und Gehirnleistung verbessern sich. Joggen stärkt zudem noch den Rücken und kann lästigen Rückenschmerzen ein Ende machen. Vielleicht macht Joggen sogar intelligenter; eine schöne Zusammenfassung hatte Joggen-online gemacht. Macht Joggen intelligenter?


13.)Frühstück
Nicht ohne Grund wird das Frühstück gemeinhin, als die wichtigste Mahlzeit des Tages bezeichnet. Kein oder ein unzureichendes Frühstück mindert ihre Leistungsfähigkeit über den ganzen Tag hinweg. Spätesten am Mittag werden Sie in ein tiefes Leistungsloch fallen. Auch ein üppiges Mittagessen kann Sie dann nicht mehr retten. Ein Kaffee ist kein Frühstücksersatz. Im Gegenteil: Das enthaltene Koffein verlangt dem Körper Leistungen ab, die er ohne Frühstück eigentlich nicht erbringen kann ( Grundsätzlich ist Koffein aber nichts Schlechtes: Koffein richtig nutzen). Gleichzeitig belasten die Gerbstoffe den Magen und hemmen die Eisenaufnahme des Körpers. Die Folge ist Blutarmut und damit schnelle Ermüdung und Leistungsschwäche. Zudem löst Kaffee Appetitlosigkeit aus, was den Teufelskreis schließt. Details können Sie diesem Link entnehmen: Kaffee . Wenn nicht genug Zeit für ein langes Frühstück ist, dann kann auch ein Protein-shake mit einer Banane ein Ersatz sein. Empfehlenswert ist dann ein Mehrkomponenten-Protein, damit man eine gleichmäßige langanhaltende Energieversorgung hat. ( Z.B.: Sehr gute Zusammensetzung und Made in Germany: Esn Elite Pro Complex Natura )  


14.)Power-food
Nicht nur, dass Sie essen, sondern aus WAS Sie essen hat Auswirkungen auf Ihre Leistungsfähigkeit. Das Frühstück sollte möglichst viele langkettige Kohlenhydrate beinhalten. Dazu noch möglichst viele Ballaststoffe. Vollkornprodukte sind also die erste Wahl. Knäckebrot aus Roggenvollkornschrot stellt das Nonplusultra dar. Nur Muttermilch ist noch gesünder. Im Vergleich zu anderen Vollkornbroten hat es einen doppelt so hohen Nährstoffgehalt und ist dabei über Jahre haltbar. Ein Müsli oder  normales Vollkornbrot ist natürlich auch eine gesunde Alternative. Dazu noch ein Naturjoghurt und etwas Obst. Möglichst sollte auf kurze Kohlenhydrate verzichtet werden, also auf Zucker jeglicher Art. Wenn Sie absolut keine Zeit finden zu Frühstücken: Schnappen Sie sich wenigstens ein oder zwei Bananen und essen Sie diese auf dem Weg, um das gröbste zu verhindern oder beachten Sie den Hinweis bei Punkt 13. 


15.)Askese
Essen Sie drei Stunden vor dem zu Bett gehen nichts mehr. Wenn Sie spät am Abend noch Hunger überkommt sollten Sie sich auf Obst beschränken. Fettiges Essen belastet den Organismus, erschwert das Einschlafen und mindert die Schlafqualität.


16.)Trinken
An jeder Ecke liest man heute, wie wichtig es ist ausreichend zu trinken. Inzwischen gibt es aber auch Stimmen, die vor übermäßigen Wassermengen warnen. Insgesamt wird aber eher viel zu wenig als zu viel getrunken. Das Gehirn nimmt als erstes Organ Schaden; Dehydrierung ist die häufigste Ursache von Kopfschmerzen. Relativ schnell kann es sogar zu irreversiblen Schäden kommen. Wenn der Durst schon da ist, ist es schon zu spät. Über den Durst trinken fördert Konzentration, Gedächtnis und unterstützt die Nieren bei der Entgiftung des Körpers. Was getrunken wird ist dabei relativ egal. Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Tee sind natürlich optimal; aber selbst Kaffee kann noch dem Wasserhaushalt, des Körpers, zur Verfügung gestellt werden. Nur bei alkoholischen Getränken gibt es eine Negativbilanz.


17.)Tee
Für fast jeden Zweck gibt es einen Tee. Sind Sie krank hilft Erkältungstee. Sind Sie unruhig, nervös und haben Schlafprobleme kann Johanniskraut oder Beruhigungstee mit Baldrian, Melisse und Hopfen helfen. Grüner Tee stärkt Immunsystem, Konzentration und Wohlbefinden. Er wirkt sich sogar positiv auf die Lebenserwartung aus.


18.)Musik
Experimentieren Sie mit Musik. Finden Sie heraus, ob Sie durch geeignete Musik ihre Produktivität steigern können. Arbeiten Sie bei schneller Musik schneller? Oder steigert sich Ihre Arbeitsmoral? Hilft Ihnen Musik über Motivations- und Leistungstiefs hinweg zu kommen? Probieren Sie einfach ein paar Youtube Playlists aus und finden Sie die richtige Musik für sich. Ich bevorzuge Power-Metal  zum Arbeiten. Nur wenn Konzentration erforderlich ist, sollten Sie Stille vorziehen.


19.)Rückblick
Machen Sie sich am Ende eines jeden Tages bewusst, wie Sie ihn verbracht haben. Was haben Sie erreicht? Welche Aufgaben haben Sie nicht geschafft und warum? Was waren Ihre größten Zeitfresser? Welchen Schwächen haben Sie nachgegeben oder standgehalten? Lernen Sie aus dem Tag und überlegen Sie sich, wie Sie den nächsten Tag verbessern können. Fertigen Sie gleich die To-Do-Liste für den nächsten Tag an und versuchen Sie Maßnahmen zu ergreifen, die Zeitfresser in Zukunft zu eliminieren und Schwächen auszumerzen.


20.)Planung
Planen Sie am schon am Ende des Tages, was genau Sie am nächsten Tag zu Erledigen gedenken. Was müssen Sie tun um auf Ihre Wochen, Monats und Jahresziele hinzuarbeiten. Je detaillierter und je kleiner die Teilschritte, desto wahrscheinlicher, dass Sie motiviert an die Arbeit gehen. Das bedeutet nicht, dass Sie jede Eventualität mit einbeziehen. Auch die Planung folgt nach dem Pareto-Prinzip: 20% Planung bringen 80% des Nutzen.


Weiter zum zweiten Teil: "100 Produktivitätstipps  (Teil 2)"

1 Kommentar:

Stefanie hat gesagt…

hi, Konzentration ist ein wichtiges Thema im Bereich Betriebliche Gesundheitsförderung, Work-Life-Balance. Bei uns in der Firma wird viel afür getan.