Selbstmanagement: 100 Tipps Ihre persönliche Produktivität zu steigern. (Teil 5)

Zu den Vorgängern gehts hier: : "100 Selbstmanagement Tipps (Teil 1)" , : "100 Selbstmanagement Tipps (Teil 2)", : "100 Selbstmanagement Tipps (Teil 3)" , : "100 Selbstmanagement Tipps (Teil 4)"

81.)Kein Fernsehen

Versuchen Sie eine Woche ohne Fernsehen aus zu kommen. Sie werden sich wundern, wie viel Zeit Sie plötzlich zur Verfügung haben. Wenn Sie einen Film gucken wollen. dann gibt es immer noch DVDs oder das Internet, ganz ohne Werbeunterbrechung. Nach einiger Zeit werden Sie das Fernsehen nur noch als Zeitverschwendung empfinden. Sie müssen ein Gefühl dafür bekommen wie wertvoll Ihre Zeit ist, dann haben Sie automatisch keine Lust mehr auf Fernsehen. 

82.)Kein Shopping

Rumbummeln kostet Zeit und Geld. Nutzen Sie so oft wie möglich Onlineangebote. Wenn Sie um einen Einkauf nicht mehr herum kommen, seien Sie zielorientiert. Kaufen Sie nur was Sie wirklich brauchen, aber davon so viel, dass Sie mindestens eine Woche nicht wieder einkaufen müssen, besser sind zwei oder sogar drei. Organisieren Sie ihren Einkauf so gut es geht. Ordnen Sie Ihren Einkaufszettel nach Geschäften und streichen Sie unwichtige Sachen.


83.)Kein schlechter Einfluss
Halten Sie sich von Nörglern fern, die nichts besseres zu erzählen haben, als über Gott und die Welt zu lästern. Umgeben Sie sich mit erfolgreichen, freundlichen, intelligenten und lebensfrohen Menschen. Pflegen Sie nur diese Beziehungen. Verschwenden Sie keine Zeit an Menschen, die es nicht wortwörtlich Wert sind. Die Personen mit denen wir uns umgeben bestimmen unseren Charakter. Denken Sie immer daran!


84.)Kein Smalltalk
Gehen Sie unnötigen und belanglosen Gesprächen aus dem Weg. Führen Sie Gespräche zielstrebig und fokussiert. Wenn es nichts wichtiges mehr zu sagen gibt, gehen Sie wieder Ihrer Arbeit nach. Wenn man alte Freunde (siehe: 32. ) trifft  kann natürlich etwas ausschweifender geredet werden. Auch Gespräche mit Kunden können ausgeschmückt werden, damit sich der Gesprächspartner nicht abgefertigt fühlt.


85.)Kein Alkohol
Eine der großen Geißeln unserer Gesellschaft und von Gesundheitssystemen weltweit. Nur weil Alkohol gesellschaftlich akzeptiert ist zählt er zu den gefährlichsten Drogen der Welt. Nur an Tabakkonsum sterben mehr Menschen. In Deutschland sind es über 70.000 jedes Jahr. Bis zu ca. 23g bei Männern und 13g bei Frauen kann man jedoch zu sich nehmen, ohne dass der Alkohol die Blut-Hirnschranke überwindet. Ein Glas Wein ist also nicht tragisch 


86.)Kein Nikotin
Rauchen ist die tödlichste Droge der Welt. In Deutschland sterben jedes Jahr 110.000-140.000 Menschen an den Folgen von Tabakkonsum. Zum Vergleich: An allen Illegalen Drogen sterben zusammen weniger als 1500 Menschen. Jede Zigarette senkt die persönliche Lebenserwartung um ~22 Minuten. Diesen Zeitverlust kann kein Zeitmanagement wieder wettmachen. Rauchen macht lethargisch, schwächt das Immunsystem, senkt Gedächtnis- und Denkleistung. Ich denke es wird klar, warum Produktivität und Rauchen nicht zusammen passen.


87.)Feeds ausmisten
Wie viele Feeds in Ihrem Feedreeder lesen Sie Heute wirklich noch? Oder sind es schon so viele, dass Sie die Lust völlig verloren haben und gar nichts mehr lesen? Welche Feeds bringen Sie weiter und fördern Ihre Produktivität? Welche sind nur Zeitverschwendung? Misten Sie großzügig aus. Lieber fünf Feeds regelmäßig lesen, als von 20 erschlagen werden.Gleiches gilt natürlich auch für Newsletter oder anderen Abonnements.


88.)Extrem
Eine in Extreme differenzierte Arbeitsweise kann sehr motivierend, effektiv und effizient sein. Versuchen Sie einmal, wenn Ihre Arbeitssituation Ihnen Möglichkeit dazu bietet, an einem Arbeitstag die Arbeitsleistung von zwei Tagen zu erbringen. Dafür nehmen Sie sich den nächsten Tag komplett frei. Versuchen Sie in einer Woche, die Leistung von zwei Wochen zu erbringen und nehmen Sie sich dafür neun Tage am Stück frei. Da die meisten Menschen weniger als halb so produktiv Arbeiten als sie eigentlich könnten, ist das sogar möglich ohne länger Arbeiten zu müssen. Brauchen Sie mehr Zeit dann Arbeiten Sie zehn, zwölf oder sogar mehr Stunden. Das Wissen das Sie nur eine Woche durchhalten müssen und danach komplett frei haben wird Sie motivieren und konzentriertes Arbeiten erleichtern.  


89.)Hindernisse
Obwohl Sie Hindernisse erkennen und wahrnehmen sollten, sollten Sie nicht nach Ihnen suchen - Es könnte keine geben.


90.)Optimieren
Optimieren Sie, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Optimieren Sie Ihren Schreibtisch. Optimieren Sie Arbeitsvorgänge. Optimieren Sie Problemlösungsprozesse. Seien Sie immer bestrebt jeden Vorgang besser und effizienter zu gestalten. Taucht ein Problem auf, dann suchen Sie nicht nur eine Lösung, sondern versuchen Sie auch es so einzurichten, dass das Problem nächstes Mal nicht mehr eintritt. 


91.)Inbox
Sammeln Sie alle eingehenden Zettel, Dokumente, Rechnungen usw. an einem Ort. Wenn sich ein paar angesammelt haben, können Sie alle in einem Rutsch abarbeiten.


92.)Konservativ
Never change a running system. Unzählige Programme versprechen das perfekte Zeitmanagement und die optimale Tagesplanung. Alles ganz schnell und einfach. Am Ende ist man nur enttäuscht und hat den ganzen Tag verplempert. Bleiben Sie bei alt bewährter Software und ersetzen Sie nur, wenn bedarf besteht und wirklich ein Nutzen zu erwarten ist. Dabei müssen Sie aber auch offen für neues sein, wenn ein neues System wirklich ein großer Zugewinn sein könnte, dann probieren Sie es. Am Ende ist es besser  einmal mehr etwas zu probieren und es funktioniert nicht, als etwas zu verpassen, dass Ihnen viel Arbeit abgenommen hätte.


93.)Not-To-Do-Liste
Mit To-Do-Listen sind Sie ja inzwischen vertraut. Wie wäre es mal mit einer Liste mit Dingen die Sie nicht tun wollen. Hier finden Zeitfresser und schlechte Gewohnheiten Platz. Mit einer Not-To-Do-Liste behalten Sie den Überblick, welchen Schwächen Sie nachgegeben haben und bei welchen Sie sich bessern. Häufig ist es leichter etwas nicht zu tun; was automatisch dazu führ, dass Sie in der Zeit etwas besseres tun.


94.)Checklisten
Erstellen Sie für immer wiederkehrende Ereignisse Checklisten. Besonders Packlisten für den Urlaub sind hilfreich und verhindern das leidige Gefühl etwas vergessen zu haben. Aber auch etliche andere Bereiche können Checklisten unnötige Arbeit sparen. Sei das eine Liste für die Gartenpflege, in der von Düngen bis zu Frostschutz alles aufgeführt ist. Oder die Checkliste für den halbjährlichen Schulbeginn. Je mehr Checklisten Sie schreiben, je mehr Dinge werden Sie finden, die noch eine Checkliste vertragen können.


95.)Singletasking
So sinnvoll Multitasking bei einfachen Aufgaben ist, so hinderlich ist es bei komplexen Tätigkeiten. Fokussieren Sie Ihre Aufmerksamkeit auf nur eine einzige Tätigkeit. Ablenkungen jeder Art sind Tabu. Kommt etwas dazwischen, dann schreiben Sie es schnell in Ihr Notizbuch, damit es nicht mehr in Ihrem Kopf umherschwirrt und widmen Sie sich wieder Ihrer Aufgabe. 


96.)Automatisieren
Versuchen Sie möglichst viele Dinge zu automatisieren um langfristig Zeit zu sparen. Installieren Sie einen Spamfilter. Richten Sie eine Software für automatische Backups oder Datensyncronisation ein. 


97.)Augentropfen
Bildschirmarbeit belastet die Augen enorm. Man spricht schon vom"Office-Eye-Syndrome". Das stundenlange Fokussieren senkt die Lidschlagfrequenz und verhindert die Regeneration der Lipidshicht.
Wenn Sie eine Tendenz zu trockenen und gereizten Augen haben, sollten Sie sich unbedingt Augentropfen besorgen. Diese gibt es rezeptfrei in verschiedenen Stärken in Apotheken und sogar in machen Drogerien oder Supermärkten. Warten Sie nicht bis es zu einer Bindehautentzündung kommt.


98.)Ablagesystem
Überlegen Sie sich ein Sinnvolles Ablagesystem. Sei das nun Noguchi, ein Inbox-System oder was ganz eigenes. Nur ein effizientes Ablagesystem kann Ihnen auch langfristig helfen der Zettelwirtschaft herr zu werden.


99.)Keine Quälerei
Es gibt Tage an denen kommt man einfach zu nichts. Man kann sich nicht motivieren, kommt nicht aus dem Bett oder fühlt sich antriebslos, schwach, müde und krank. An solchen Tagen lohnt es sich nicht sich zur Arbeit zu zwingen. Machen Sie das Beste daraus und nehmen Sie sich frei. Nutzen Sie den Tag zur Entspannung. Treffen Sie diese Entscheidung bewusst und machen Sie sich keine Vorwürfe.


100.)Jetzt!
Es gibt keinen besseren Moment, als jetzt, um einen Veränderung in Ihr Leben zu bringen. Packen Sie es an!


Siehe auch: 
10 Tipps effizienter zu arbeiten, 10 Tipps effizienter zu arbeiten II



Selbstmanagement: 100 Tipps Ihre persönliche Produktivität zu steigern. (Teil 4)

Zu den Vorgängern gehts hier: : "100 Selbstmanagement Tipps (Teil 1)" , : "100 Selbstmanagement Tipps (Teil 2)", : "100 Selbstmanagement Tipps (Teil 3)"


61.)Aufschieben
Aufschieberitis kann Ihnen auch ein Nutzen sein. Versuchen Sie einfach unwichtige Aufgaben zu Gunsten von wichtigen aufzuschieben. Besonders Aufgaben deren Sinn Sie nicht ganz überzeugt oder die unverhältnismäßig lange dauern und kaum Nutzen versprechen, können oft solange aufgeschoben werden, bis Sie sich von alleine klären oder ersichtlich wird, dass Sie von der To-Do-Liste gestrichen werden können. Hüten Sie sich aber Aufgaben aufzuschieben, die Ihnen später in den Rücken fallen und schieben Sie nie eine wichtige, für eine unwichtige Aufgabe auf.


62.)Delegieren
Wenn Sie sich für eine Aufgabe überqualifiziert fühlen oder einfach genug zu tun haben, überlegen Sie wer sich für die Aufgabe noch eignet. Seien Sie dreist. Denken Sie daran wie oft man Ihnen Aufgaben untergejubelt hat und Sie nicht "Nein" sagen konnten. Es ist Zeit den Spieß umzudrehen. Denken Sie einfach ökonomisch, jeder sollte tun, was er am besten kann, so profitieren alle. 


63.)Investieren
Tätigen Sie Investitionen, die Ihre Produktivität erhöhen. Ein größerer Schreibtisch. Eine bequemere Computermaus und Tastatur. Stifte mit denen Sie gerne schreiben. Vielleicht ein Laptop oder ein bequemerer Bürostuhl. Führen Sie sich vor Augen wie schnell sich eine Investition, durch Ihre erhöhte Produktivität und Lust an der Arbeit, amortisiert. Treffen Sie Ihre Kaufentscheidung nach diesem  Kosten-Nutzen-Verhältnis. Investitionen in Produktivität dürfen auch größer ausfallen. 


64.)Email Organisation
Organisieren Sie Ihre E-Mail Konten. Nutzen Sie z.B. die Freeware Thunderbird um mehrere  Accounts zu verwalten. Archivieren Sie E-Mails sinnvoll und trainieren Sie den Spamfilter nach Ihren Bedürfnissen. 
Es ist auch nützlich eine Online Email-Lösung zu benutzten, wie Google Email. Es bietet sehr viel Platz und Ihre Emails sind in der Cloud vor Datenverlust sicher. Kein ewiges Updaten und hin und her schieben, bei einer Neuinstallation mehr. 
Auch mit Google Mail können Sie alle Ihre sonstigen Email Konten verknüpfen und dort zusammen führen. Seit ich aus geschäftlichen Gründen Google-Apps benutze, verwalte ich Email ausschließlich in Google Mail und bin höchst zufrieden. Ein gewaltiger Vorteil ist, dass Sie von anderen Computern und Notebooks, sogar von Smartphones Zugriff auf Ihre Emails haben. 


65.)Trashmails
Nutzen Sie konstenlose Müll-Email-Adressen zur Anmeldung bei unwichtigen Webseiten. So geben Sie Spam keine Chance. Z.B. bei: trashmail.net oder trash-mail.com .


66.)Ignorieren
Beantworten Sie keine dummen Fragen. Machen Sie deutlich, dass Sie ein gewisses Niveau voraussetzen und nur Fragen beantworten, die der Gesprächspartner durch eigenständige Recherche oder Nachdenken, innerhalb von fünf Minuten, nicht selbst lösen kann. 


67.)Quid pro quo
Fangen Sie an Gegenleistungen zu verlangen, sobald Jemand Ansprüche an Sie stellt. Dabei können Sie fair sein und die Gegenleistung realistisch wählen, oder auch unfair sein um sich unerwünschte Personen und Aufgaben vom Leibe zu halten.In jedem Falle wird man in Zukunft genauer überlegen, ob man Sie wirklich behelligen möchte.


68.)Headset
Kaufen Sie sich ein Telefonie fähiges Headset. Setzen Sie es permanent auf. Hören Sie Hörbücher, Musik oder lassen Sie es einfach aus. Wenn jemand Sie bei der Arbeit stört, drehen Sie sich gestresst um und zeigen bei halb offenem Mund auf das Headset. Drehen Sie sich sofort wieder Richtung Schreibtisch und tun so als würden Sie sich wichtige Notizen machen. Geben Sie in unregelmäßigen Abständen ein "mhm ja" von sich und deuten so an, als sein das wichtige Gespräch in vollem Gange.


69.)Genervt
Wenn Sie bei der Arbeit gestört werden, nehmen Sie ein paar Mappen oder Stifte in die Hand und werfen Sie diese demonstrativ auf den Schreibtisch. Dazu sagen Sie stöhnen: "Was gibt es jetzt schon wieder, so kommt man ja zu nichts." 


70.)Gehetzt
Sehen Sie bei allem was sie tun gehetzt aus. Gehen Sie zielstrebig und zügig an Ihren Kollegen  vorbei. Ihr Blick ist nur nach vorne gerichtet. Schauen Sie niemandem in die Augen um zu verhindern, dass Sie angesprochen werden.  Wer so gehetzt und zielorientiert ist, hat viel zu tun, das kommt beim Chef gut an und schreckt Störenfriede ab. 


71.)Gestresst
Sehen Sie stresst aus. Beschweren Sie sich über die Arbeitsbelastung. Wenn Sie Jemand um Ihre Zeit bittet können Sie immer sagen: "Du weißt doch wie viel ich zu tun hab, dafür hab ich einfach keine Zeit." Es wird nicht lange dauern und man wird Sie nur noch bei wirklich wichtigen Sachen um Hilfe bitten. Wenn Sie dann helfen, wird man Ihre Unterstützung wirklich Wert schätzen.


72.)Meditation
Sie sollen zwar gestresst aussehen, es aber nicht sein. Meditieren Sie um Gesund und ausgeglichen zu bleiben. Meditation reduziert auch Ihr Schlafbedürfnis und steigert Ihre Konzentration bei der Arbeit.


73.)Snacks
Essen Sie häufig über den Tag eine Kleinigkeit. Am besten Obst und keine Süßigkeiten. Viele kleine Mahlzeiten versorgen Sie gleichmäßig mit Energie, wirbeln den Blutzuckerspiegel nicht durch die Gegend und belasten den Organismus nicht zu stark.


74.)Ins kalte Wasser
Die meisten Sachen müssen nicht ganz bis zum Ende durchgeplant werden. Meist findet sich mitten in der Bearbeitung von ganz alleine der richtige Weg. Reagieren ist meist einfacher, als alles vorauszuahnen und proaktiv zu Handeln. Aber ein Ziel sollten Sie trotzdem vor Augen haben. 


75.)Hotkeys
Nutzen Sie Tastenkombinationen wann immer es möglich ist. Alle gängigen Browser bieten mehr oder weniger ausführliche Möglichkeiten dazu. Nutzen Sie "Strg+s" um in vielen Programmen zu speichern. Verwenden Sie "Win+e" um in Windows zum Arbeitsplatz zu gelangen. 
"Win+l" Sperrt die Arbeitsoberfläche und "Win+d" minimiert alle Fenster und kehrt auf den Desktop zurück. Erneutes drücken stellt alle Fenster wieder her.  Informieren Sie sich welche Hotkeys Ihre Programme bieten. Jede Sekunde  die Sie sparen summiert sich im Laufe des Tages zu Minuten und über ein ganzes Jahr zu einigen Stunden.


76.)Personalisieren
Richten Sie Ihren Arbeitsplatz mit persönlichen Dingen ein. Das betrifft nicht nur ein Bild der Frau oder Familie, sonder besonders Ihre Arbeitsgeräte. Benutzen Sie eine eigene Computermaus, Mauspad und Tastatur. 


77.)Telefon
Ziehen Sie das Telefon einer E-Mail und Instant Messengern vor.  Sie müssen nicht lange auf eine Antwort warten, so bekommen Sie eine Angelegenheit in wenigen Minuten geklärt.


78.)Backups
Vernachlässigen Sie nicht Sicherheitskopien von wichtigen Daten anzulegen. Besonders die Datenbanken von Passwortmanagern und Keyfiles sollten immer, physisch getrennt, an mehreren Orten gespeichtert werden.


79.)Musik
Experimentieren Sie mit Musik. Finden Sie heraus ob Sie durch geeignete Musik ihre Produktivität steigern können. Arbeiten Sie bei schneller Musik auch schneller? Oder steigert sich Ihre Arbeitsmoral? Hilft Ihnen Musik über Motivations- und Leistungstiefs hinweg zu kommen? Probieren Sie einfach ein paar Youtube Playlists aus und finden Sie die richtige Musik für sich. Ich bevorzuge Power-Metal  zum Arbeiten. Nur wenn höchste Konzentration erforderlich ist, sollten Sie Stille vorziehen.


80.)Etappenziele
Setzen Sie sich kleine Ziele, bei denen Sie sich eine Kleinigkeit gönnen, oder einfach nur eine Pause machen. Sie müssen immer das Gefühl haben, dass das nächste Ziel in greifbarer Nähe ist.




Weiter zu teil fünf: "100 Produktivitätstipps (Teil 5)"



Selbstmanagement: 100 Tipps Ihre persönliche Produktivität zu steigern. (Teil 3)

Hier ist nun der dritte Teil der Selbstmanagement-Serie. Den ersten und zweiten Teil finden Sie hier: "100 Selbstmanagement Tipps (Teil 1)""100 Selbstmanagement Tipps (Teil 2)"




41.)Pufferzeit
Verplanen Sie nicht Ihre ganze Zeit. Als Faustregel gilt: Verplanen Sie 60% der Arbeitszeit und lassen Sie 40% für Unvorhersehbares. Das heißt nicht, dass Sie jeder Aufgabe 40% mehr Zeit zuteilen, als eigentlich benötigt würde. Die Pufferzeit dient nur als Schutz vor unumgänglichen Störungen oder eigenen Fehleinschätzungen. Im optimalem Fall werden Sie die Pufferzeit nicht brauchen und Sie verwenden können um noch eine Aufgabe vom nächsten Tag zu übernehmen oder einfach zu entspannen.


42.)Textbausteine
Fertigen Sie sich für häufig verwendete Phrasen, Zitate und Signaturen Textbausteine an, die Sie fortan immer wieder verwenden können. Sie sparen ungemein viel Zeit, wenn Sie nicht fünf mal am Tag Ihren Namen mit Adresse und Telefonnummer von Hand unter eine E-Mail setzen müssen.Sie können zur Verwaltung Ihrer Textbausteine auf eine Software zurückgreifen oder ganz einfach auch eine Textdatei und Copy & Paste nutzen.


43.)Stenograph
Schreiben Sie schneller, sowohl Handschriftlich, als auch am Computer. Lernen Sie das zehn Finger System und trainieren Sie regelmäßig. Zum Erlernen und Üben bieten sich verschiedene Freeware Programme an. Zum Beispiel : Tipp10


44.)Düfte
Auch Düfte können unsere Produktivität steigern. Stimmungsaufheiternd wirken: Zitrone, Orange, Muskatellersalbei, Rosenholz, Grapefruit, Muskatnuss, Koriander und Basilikum. Zur Konzentrationssteigerung können: Lemongras, Eukalyptus, Nelke, Rosmarin, Verbena, Minze und Zitrone verwendet werden.
Unser Gedächtnis verbindet Düfte mit Erinnerungen, wenn Sie immer einen bestimmten Duft beim Lernen riechen und den gleich bei einer Klausur kann es Ihnen helfen sich zu erinnern.  
 
45.)Ansprechender Arbeitsplatz
An kaum einem Ort verbringen Sie so viel Zeit wie an Ihrem Arbeitsplatz. Machen Sie es sich gemütlich. Eine Pflanze lockert eine sterile Büroatmosphäre auf. Dazu vielleicht noch ein kleiner Zimmerbrunnen und eine Duftkerze. Je wohler Sie sich fühlen, desto produktiver werden Sie sein.


46.)Passwortmanager
Unzählige E-Mail Konten und online Accounts und jedes soll ein eigenes und sicheres Passwort bekommen? Dazu noch Pins und Puks und schon ist das Chaos perfekt. Häufig ist die Konsequenz ein oder zwei, meist unzureichend sichere Passwörter für alle Anwendungen zu verwenden. Ein Passwortmanager schafft Abhilfe. Fortan reicht ein Master-Passwort zur Verwaltung von unzähligen Passwörtern. Dazugehörige User- und Accountnamen lassen sich einfach vermerken und für zusätzlichen Schutz lassen sich Keyfiles verwenden. Ich persönlich benutze die kostenlose Software Keepass.


47.)Kreativ
Nutzen Sie kreative Arbeitstechniken. Machen Sie sich mit der Verwendung von Mindmaps, Clustern und Brainstorming vertraut. 


48.)Fragen
Stellen Sie viele Fragen. Oft kennt man Jemanden der sich mit einem Thema schon ausführlich befasst hat und einem das wichtigste in wenigen Sätzen erklären kann. Das spart einem die eigene Recherche und damit wertvolle Zeit. Wenn Sie etwas neues Lernen eignen sich auch wunderbar Internet-Foren um sich mit einem Thema zu befassen. Meist gibt es schon große Communitys die hilfsbereit und kompetent sind. Zu Beginn werden Sie von den Anderen lernen, später lehren Sie vielleicht Jemanden etwas, was Sie damals selbst erfragen mussten. 


49.)Polyphasisch
Zwei Stunden Schlaf am Tag sind genug. Mit sechs Stunden zusätzlicher Zeit, jeden Tag, erreichen Sie Ziele, die Sie sich nie zugetraut hätten. Lesen Sie das Polyphasisch Schlafen Howto. Es muss natürlich nicht so extrem sein, in den Artikeln zum polyphasischen Schlaf finden Sie viele Schlafmuster. Schon ein Mittagsschlaf hat sehr positive Auswirkungen auf den Gesamtorganismus.  


50.)Fiat Lux
Sorgen Sie immer für ausgeglichene Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz. Der Monitor darf nicht der einzige helle Bezugspunkt sein. Eine Reduzierung des Monitor Gamma schont die Augen. Der Raum sollte gleichmäßig und ausreichend hell ausgeleuchtet sein. Ziehen Sie gelbes Licht Weißem vor. Eine indirekte Beleuchtung durch Deckenfluter ist angenehmer als direktes Licht aus Schreibtischlampen. Spiegelungen auf dem Monitor oder der Schreibtischplatte müssen verhindert werden. Blaues Licht in dem Spektrum 466nm aktiviert das Protein Melanopsin und vertreibt dadurch Müdigkeit. 


51.)Ergonomie
Richten Sie Ihren Arbeitsplatz nach ergonomischen Regeln ein. Position von Maus, Tastatur und Monitor ist genau so wichtig, wie die Tischhöhe und die Qualität des Bürostuhls. Ein ergonomischer Arbeitsplatz verhindert Rücken- und Nackenschmerzen und lässt sie schneller und besser Arbeiten. Die wichtigsten Regeln finden Sie hier: Arbeitsplatz-Ergonomie.


52.)Vorrat
Von Gütern des Büroalltags, wie Mappen, Kleberollen, Notizzetteln, Aktenordnern usw. sollten Sie immer einen ausreichenden Vorrat zur Hand haben. Sie dürfen nicht in die Situation kommen, eine Aufgabe nicht erfüllen zu können, weil Ihnen Material fehlt.


53.)Gößerer Monitor
Kaufen Sie sich einen größeren Monitor. Oder sogar mehrere. Sie können bei gängigen Grafikkarten mindestens zwei Monitore gleichzeitig laufen lassen. Durch die größere Arbeitsfläche steigert sich ihre Produktivität.


54.)Herausforderungen
Anspruchsvolle und große Aufgaben motivieren stärker und länger, als normale oder Routineaufgaben. Versuchen Sie manche Standard Aufgaben anspruchsvoller zu gestalten. Räumen Sie die Spülmaschine in drei Minuten ein, schreiben Sie zehn E-Mails in 15 Minuten. Erledigen Sie an einem Tag die Arbeit von drei Tagen und nehmen Sie sich dafür anschließend Zeit. Die Möglichkeiten finden ihre Schranken nur in Ihrer Kreativität.  Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.


55.)Maßvoll
Wenn Sie essen, dann übertreiben Sie es nicht. Stillen Sie nur Ihren Hunger. Essen Sie um zu Leben und Leben Sie nicht um zu Essen. Ein zu voller Magen schränkt ein, macht müde und unproduktiv.


56.)Multitasking
Verbinden Sie möglichst viele Routineaufgaben miteinander. Hören Sie Hörbücher wann immer Sie Zeit haben. Nutzen Sie jede Gelegenheit sich weiterzubilden. Lesen Sie beim Essen, oder fertigen Sie Ihre To-Do-Liste in der U-Bahn an.


57.)To-Do-Liste
Der Inbegriff für Zeitmanagement ist die To-Do-Liste. Sie hilft und jeden Tag, jede Woche, jeden Monat, sogar jedes Jahr zu planen und übersichtlich zu gestalten. Ein Blick genügt um noch zu sehen was zu tun ist. Wir müssen weniger im Kopf behalten und verhindern wichtige Dinge zu verpassen. Kostenlose To-Do Listen im PDF Format finden Sie hier: To-Do Listen Download


58.)Eichhörnchen
Jeden Tag nur eine Stunde an einem Projekt zu arbeiten kann nach einem Jahr dazu führen, dass Sie ein Buch geschrieben haben oder eine Website am laufen haben, von deren passivem Einkommen Sie leben können. Suchen Sie sich eine sehr große Aufgabe, die Sie schon immer gerne machen wollten und reservieren Sie sich jeden Tag eine Stunde dafür.


59.)Big Picture
Verlieren Sie sich nicht in Details. Behalten Sie immer das Gesamtbild im Auge. Ihr endgültiges Ziel muss immer im Fokus bleiben. Jeder Teilschritt ist nur Mittel zum Zweck, die großen Dinge fertig zu bringen.


60.)Nein sagen
Will schon wieder die gleiche Person, dass Sie mal kurz kommen? Oder gibt es da etwas was Sie unbedingt gesehen haben müssen? Könnten Sie nicht Dies und Das holen, erledigen, wegbringen, kaufen? Nein, dass können Sie nicht!




Weiter zum vierten Teil: "100 Produktivitätstipps (Teil 4)"

Selbstmanagement: 100 Tipps Ihre persönliche Produktivität zu steigern. (Teil 2)

Hier ist nun der zweite Teil der Selbstmanagement-Serie. Den ersten Teil finden Sie hier: "100 Selbstmanagement Tipps (Teil 1)"




21.)Frühaufsteher
Versuchen Sie einmal für eine Woche eine Stunde früher aufzustehen. Testen Sie, ob nicht 6 oder sogar 5 Uhr die richtige Zeit für Sie ist. Die meisten Menschen sind sehr früh morgens besonders produktiv. Sammeln Sie Ihre eigene Erfahrung und finden Sie Ihre persönliche optimale Aufstehzeit.


22.)Visualisieren
Stellen Sie sich vor wie Sie sich fühlen werden, wenn Sie eine Aufgabe oder ein bestimmtes Ziel erreicht haben. Was werden Sie denken? Was werden andere über Sie denken? Welche Vorteile und Annehmlichkeiten werden Sie fortan genießen können? Welche Nachteile erwachsen Ihnen, wenn Sie die Aufgabe nicht erfüllen? Nehmen Sie sich vor jeder größeren Aufgabe eine Minute Zeit um sich Ihre Erfüllung vorstellen. Wenn die Vorstellungen nicht befriedigend genug sind, um Sie über die komplette Zeitspanne der Bearbeitung zu motivieren, haben Sie gerade noch rechtzeitig gemerkt, dass diese Aufgabe es wahrscheinlich nicht wert ist bearbeitet zu werden. In den Müll damit.


23.)Moleskin
Schreiben Sie alles auf was Ihnen im Kopf rumspukt. Geben Sie sich nicht der Illusion hin sich das meiste merken zu können. Selbst wenn das wirklich stimmt verschwenden Sie unnötige Kapazitäten und falls Sie dann doch mal etwas vergessen, kostet Sie das ein vielfaches der Zeit und Mühe, die das Notieren in Anspruch genommen hätte.


24.)Eins nach dem Anderen
Wenn Sie eine Angelegenheit bearbeiten, hören Sie nicht auf ehe Sie fertig sind. Schieben Sie keine anderen Aufgaben ein und arbeiten Sie nach unvermeidbaren Störungen sofort konsequent weiter. Dauert die Aufgabe zu lange, haben Sie entweder die Teilschritte zu groß gewählt, oder sind in unnötigen Perfektionismus verfallen. Nutzen Sie die Erfahrung um den nächsten Tag besser zu planen.


25.)Das Schlimmste zuerst
Versuchen Sie die unangenehmsten Aufgaben so schnell wie möglich zu erledigen. Im Laufe des Tages werden Sie sonst Motivationsprobleme bekommen.


26.)Aufgaben bündeln
Verbinden Sie viele kleine ähnliche Aufgaben zu einer großen. Lesen Sie E-mails ein- oder zweimal am Tag und beantworten Sie alle auf einmal. Sammeln Sie abzuheftende Zettel an einem Ort und erledigen Sie alle in einem Rutsch. Warten Sie aber nicht, bis Ihnen die Aufgaben über den Kopf wachsen.


27.)Babyschritte
Teilen Sie jede Aufgabe in so viele Schritte, sodass jede Teilaufgabe ohne Unterbrechung in einem Stück bewältigt werden kann. 5-15 Minuten sind optimal. Zu kleine Schritte sind besser als zu große.In genügend kleine Schritte geteilt, werden auch gewaltige Aufgaben schaffbar.


28.)Micropausen
Viele kurze Pausen sind für den Erhalt der Konzentration unabdingbar. Aber passen Sie auf, dass die Pausen ihren Arbeitsfluss nicht zu oft unterbrechen. Sorgen Sie kurz für Bewegung. Bringen Sie das Herz-Kreislaufsystem in Schwung. Vergessen Sie auch die Hände nicht, ein paar Fingerübungen genügen, um nicht am RSI-Syndrom zu erkranken.


29.)Timeboxing
Nehmen sie sich vor zwischen 15 und 90 Minuten an einem Projekt zu arbeiten. Timeboxing hilft Ihnen nicht Ergebnis orientiert sondern Ziel orientiert zu denken. Ihr Ziel ist die vorgegebene Zeit zu Arbeiten, das Ergebnis ist dafür nicht von belang. Diese Technik führt dazu, dass Sie auch Aufgaben in die Hand nehmen , die Sie normalerweise aufgeschoben hätten, weil Sie fürchten zu keinem Ergebnis zu kommen.


30.)Deadlines
Setzen Sie sich feste Zeitvorgaben. Sie werden effizienter Arbeiten, wenn Sie wissen, dass Sie in 15 Minuten fertig sein müssen und nicht solange Zeit habe, wie die Aufgabe braucht. Gleichzeitig sind Sie vor unnötigem Perfektionismus geschützt und ihre Konzentration auf das wesentliche nimmt zu. Siehe: Pakinsonsche Gesetz.


31.)Ordnung
Halten Sie Ordnung. Je schneller Sie alles finden und je größer Ihre Arbeitsfläche je produktiver werden Sie arbeiten. Nutzen Sie Ablagestapel und Ordner und platzieren Sie diese etwas entfernt von Ihrem Schreibtisch. Behandeln Sie Ihren Computerdesktop genau so: Hier gehören nur Ordner und Verknüpfungen hin die wirklich gebraucht werden und nicht die Download-Leichen von letztem Monat.


32.)Lesen
Kaum eine Tätigkeit birgt so viele Vorteile wie das Lesen. Lesen Sie so viel es geht. Zweimal am Tag eine halbe Stunde und sie werden mehrere Bücher im Monat bewältigen. Sei das Belletristik oder Fachliteratur Lesen ist immer vorteilhaft. Sie Schulen Ihre Gehirnleistung, Ihr Konzentrationsvermögen, Ihr Gedächtnis, Ihre sprachliche Kompetenz und damit wiederum Ihr Lesetempo. Lesen Sie Fachliteratur und werden Sie Experte in Ihrem Bereich.  


33.)Offline
Erlauben Sie sich den Luxus auch mal unerreichbar zu sein. Schalten Sie Instant Messanger, Handy und E-Mailprogramm aus. Sie werden sich wundern wie fokussiert Sie plötzlich arbeiten. Denn schon das Wissen möglicherweise gestört zu werden, mindert ihre Konzentration.


34.)Juggernaut
Bringen Sie die Sachen ins Rollen. Der erste Schritt ist der schwerste. Viele Dinge gestalten sich viel einfacher, als erwartet, wenn der Anfang gemacht wurde. Wenn Sie im Arbeitsfluss sind, können Sie die meisten Hindernisse höchstens verlangsamen, aber nicht stoppen. Was uns unaufhaltsam macht ist Disziplin.



Disziplin muss trainiert werden, oder besser gesagt sie muss ins Rollen gebracht werden. Stellen wir uns einmal als einen Stein vor, einen großen schweren Stein. Wenn dieser Stein rollt, erreichen wir etwas, wir kommen im Leben voran. Am Anfang sind wir alle undiszipliniert, manche mehr als andere. Unsere Disziplin bewegt den Stein nur langsam. Je größer unsere Motivation und je angenehmer die Arbeit desto leichter lässt  der Stein sich rollen, das geht indessen gut, bis ein Hindernis kommt. Unsere kümmerliche Disziplin reicht nicht aus, um uns über das Hindernis zu befördern. 
Je schneller unser Stein desto leichter kommt er über Hindernisse hinweg. Und nach jedem Hindernis wird er größer und die Geschwindigkeit nimmt zu. Ihr Stein wächst und rast immer schneller, allen Hindernissen zum Trotz. Sie kann nichts mehr aufhalten, Sie werden zum Juggernaut, der alles zermalmt was sich Ihnen in den Weg stellt. 
Motivation kann uns den Weg also nur erleichtern, Disziplin hilft uns aber, unter allen Umständen zum Ziel zu kommen.


35.)Imperfektion
Überlegen Sie genau bis zu welcher Qualität Sie eine Aufgabe erfüllen müssen. Wenn der Nutzen den Arbeitsaufwand nicht mehr rechtfertigt ist es Zeit aufzuhören. Denken Sie immer an Pareto und haben Sie Mut unsinnige Perfektion zu unterlassen. Am Anfang ist es sehr schwer los zu lassen und etwas unfertig zu lassen. Führen Sie sich vor Augen welchen Preis Sie für Perfektion bezahlen. 


36.)Chaosplatz
Suchen Sie sich einen Ort an dem Sie Chaos erlauben. Sei es der Keller, eine Ecke im Schlafzimmer oder der Dachboden. Wichtig ist, dass Sie dieser Chaosplatz nicht bei der Arbeit behindert. Dinge von denen Sie sich nicht trennen können, aber auch nicht brauchen, können Sie an diesen Platz legen. Wenn sich nach ein paar Wochen immer noch keine Verwendung gefunden hat, wird Ihnen das Wegwerfen leichter fallen.


37.)Denkpausen
Nehmen Sie sich ein bis dreimal am Tag für fünf bis zehn Minuten eine Auszeit, die Sie einfach zum Nachdenken verwenden. Vielleicht fallen Ihnen noch Aufgaben für Ihre To-Do-Liste ein, oder Prioritäten ändern sich und eine Aufgabe kann sogar ganz gestrichen werde. Denken Sie über Ihre nächsten Arbeitsschritte nach. Können Sie noch etwas Optimieren? Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf. Am Besten geht das bei einem Spaziergang an der frischen Luft. 


38.)Reevaluieren
Bewerten Sie jede Situation mehrmals. Während Sie eine Aufgabe erledigen kann es sein, dass Sie feststellen, dass eine andere Aufgabe, die noch auf Ihrer To-Do-Liste steht, eigentlich nicht wichtig ist. Oder die Aufgabe an der Sie gerade Arbeiten ist völlig unwichtig. Scheuen Sie sich nicht, mitten drin aufzuhören. Entscheiden Sie sich bewusst für die Streichung der Aufgabe. Verfallen Sie nicht dem Gefühl, schon viel Arbeit und Zeit investiert zu haben und deshalb nicht mehr aufhören zu können. Jede Minute, verschwendet an eine unwichtige Aufgabe, ist eine verlorene Minute.


39.)Optimusmus
Pessimismus bringt Sie in keiner Weise weiter. Wer pessimistisch ist arbeitet nicht motiviert. Sehen Sie das beste in den Dingen. Über verschütteten Tee soll man nicht klagen. Es lohnt nicht sich über unabänderliche Dinge aufzuregen. Suchen Sie nach Problemlösungen für die Zukunft, aber sparen Sie sich den Ärger. Positives Denken verlängert sogar Ihr leben, aber verlieren Sie dabei nicht den Bezug zur Realität.


40.)Feedback
Geben Sie sich selbst Feedback. Wie haben Sie sich in der letzten Zeit verändert? Erreichen Sie mehr? Durch was lassen Sie sich ablenken? Was sind ihre Zeitdiebe? Waren Sie selbstdiszipliniert? Ermutigen Sie auch Freunde, Kollegen oder Familienmitglieder, Ihnen konstruktive Kritik zu geben. Vielleicht werden Sie auf etwas hingewiesen was Sie selbst übersehen haben. Oder jemand hat sogar einen Vorschlag was Sie konkret ändern können. In jedem Fall müssen Sie mit Kritik positiv umgehen. Nehmen Sie Niemandem Kritik an Ihnen übel und fühlen Sie sich nicht angegriffen. Sun Tsu schrieb in Die Kunst des Krieges : "Wer mich korrekterweise kritisiert, ist mein Lehrer. Wer mir fälschlich schmeichelt, ist mein Feind." 
Die beste Methode zur regelmäßigen Selbstreflexion ist ein tägliches Journal zu schreiben.


Weiter zum dritten Teil: "100 Produktivitätstipps (Teil 3)"

Selbstmanagement: 100 Tipps Ihre persönliche Produktivität zu steigern. (Teil 1)

In dieser fünfteiligen Serie werde ich Ihnen 100 mehr oder weniger kurze Tipps, Regeln und Anregungen geben, wie Sie Ihre persönliche Effektivität, Effizienz und damit Produktivität steigern können.Viel Spaß beim Lesen.




1.)Ziele
Ohne Ziel ist kein Weg der richtige. Machen Sie sich genaue Vorstellungen wie viel und was Sie erreichen möchten. Wählen Sie die Ziele realistisch aber fordernd. Was wollen Sie morgen erreichen? Was diese Woche? Diesen Monat? Dieses Jahr? Dabei sollten Sie sich auch eine sehr genaue Vorstellung darüber machen was das eigentliche Ziel in Ihrem Leben ist. Welches Leben wollen Sie in ein paar Jahren Leben. Anhand dieser Vorstellung sollten die Ziele ausgelegt werden. Dabei ist es wichtig wirklich herauszufinden was Sie glücklich machen wird, abgegrenzt von den Dingen die Ihnen einfach nur von der Gesellschaft, von der Familie oder sogar Ihren eigenen bisherigen Vorstellungen im Sinne von: "Das macht man eben so." aufgedrängt wurden. 

Eine gute Methode zur Findung Ihrer Ziele ist es, dass Sie sich Ihren optimalen Tag in 5 bis 10 Jahren vorstellen. Wo werden Sie arbeiten, oder arbeiten Sie überhaupt? Wo wohnen Sie, in was für einem Haus, in welcher Stadt in welcher Gegend, haben Sie einen Garten und ein Anwesen? Welche Menschen sind um Sie. Wie sieht Ihr Alltag aus. Seien Sie dabei nicht bescheiden, malen Sie sich Ihre Zukunft so groß und gewaltig aus, wie Sie sie sich wünschen. 
Eine andere Methode ist es sich vorzustellen was man machen würde, wenn man zehn Millionen Euro hätte. Wie würden man seinen Tag verbringen? Die Vorstellung von so viel Geld gibt uns eine gewisse Macht und macht uns frei von äußeren Einflüssen. Was wir tun würden, wenn wir unermesslich Reich wären, ist ziemlich sicher genau das, was wir uns wirklich wünschen. 



2.)Selbsterkenntnis
Lernen Sie sich selbst kennen. Wo liegen Ihre Laster, Ihre schlechten Gewohnheiten? Was sind Ihre Stärken und was fällt Ihnen leicht und macht Spaß? Was motiviert Sie besonders; Anerkennung, Geld, Ruhm, etwas Gutes zu tun, Selbstverwirklichung, Sicherheit? Wodurch lassen Sie sich ablenken, verunsichern oder demotivieren? Je genauer Sie feststellen wer wir wirklich sind, desto besser werden Sie an sich arbeiten können.


3.)Egozentriker
Seien Sie zu einem gesundem Maße Egozentrisch. Vergleichen Sie Ihre Leistungen und sich nicht immer mit Anderen; Es wird Jemanden geben der besser ist. Vergleichen Sie sich zunächst nur mit sich. Was haben Sie aus Ihrer persönlichen Ausgangssituation gemacht? Was hätten Sie in Ihrer Situation besser machen können und wie wollen Sie dass in Zukunft ändern? Der Vergleich mit Anderen kann nur Sinn machen, wenn Sie sich dadurch motiviert fühlen, zu sehen, was manche Menschen, sogar aus bedeutend schlimmeren Situationen, gemeistert haben. Suchen Sie sich als Inspiration oder Vorbild nicht die größten, besten und tollsten, sondern die Menschen, die es am schwersten hatten und von denen Sie am meisten lernen können.


4.)Konditionierung
Viele Menschen wurde in ihrer Kindheit eingeredet, Sie können dies und das nicht; seinen immer unpünktlich, undiszipliniert, ziellos, unordentlich, durchweg dumm und werden es nie zu was bringen. Machen Sie sich klar, dass solche Eigenschaften nicht angeboren sind, sondern gelernt wurden. Sei das von Freunden oder Autoritätspersonen, wie Lehrern oder Eltern. Flüchten Sie sich nicht in die Vorstellung: "so aber zu sein". Wenn Sie es einmal lernen konnten, dann können Sie es auch wieder verlernen.


5.)Zweifrontenkrieg
Arbeiten Sie nicht nur daran Ihre Schwächen auszumerzen, sondern konzentrieren Sie sich auch darauf Ihre Stärken zu fördern. Versuchen Sie Aufgaben an Ihre Stärken anzupassen. Geben Sie sich nie zufrieden, es gibt immer Raum für Verbesserungen.


6.)Egoist
Ihre Aufgabe ist es nicht es jedem recht zu machen. Sie sind der wichtigste Mensch in Ihrem Leben, danach kommt Ihre Familie und dann lange nichts. Machen Sie nicht den Fehler, grundsätzlich Ihre persönlichen Bedürfnisse hinten anzustellen.


7.)Kühnheit
Lassen Sie sich von der Angst etwas Falsch zu machen nicht daran hindern, wichtige Dinge anzugehen. Dietrich Bonhoeffer hat mal gesagt: "Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen." Die meisten Bedenken bestätigen sich letztendlich nicht, lassen Sie sich also nicht von Ihrer Angst beherrschen. Seien Sie Wagemutig, aber nicht Tollkühn.


8.)Immitation
Nicht jede Erfahrung müssen Sie selbst machen. Lernen Sie aus den Fehlern der Anderen. Beobachten Sie erfolgreiche Menschen und kopieren Sie die entscheidenden Verhaltensmuster. Finden Sie Menschen, die die gleichen Schwächen oder schlechte Angewohnheiten wie Sie selbst gehabt haben und fragen Sie nach, wie die sie überwunden haben.


9.)Leistungshochs
Finden Sie ihre persönlichen Leistungshochs. Nutzen Sie diese Zeit für besonders anspruchsvolle oder unangenehme Aufgaben. Eine Grafik zum Leistungshoch finden Sie hier unter dem dritten Punkt: REFA-Normkurve.


10.)Powernap
Versuchen Sie im Leistungstief am Mittag einen kurzen Mittagsschlaf, von nicht mehr als 30 Minuten, zu machen. Ihre Konzentration, Leistungsfähigkeit und damit ihre Produktivität werden danach fast so gut wie am Morgen sein.


11.)Prioritäten
Welche Dinge bringen Sie wirklich weiter? Was kann man auch noch später oder muss man gar nicht erledigen? Was kostet mehr Zeit als es Wert ist? Bestimmen Sie für jede zu erledigende Angelegenheit ihre Wichtigkeit. Ob Sie dabei das Eisenhowerprinzip, die ABC-Analyse oder ein eigenes System verwenden bleibt Ihnen überlassen. Details finden Sie hier unter Punkt fünf: ABC-Analyse und hier: Eisenhower Prinzip.


12.)Sport
Ausdauersport baut Stress ab, erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen und stärkt das Immunsystem. Sie werden gesünder und belastbarer. Konzentrationsfähigkeit und Gehirnleistung verbessern sich. Joggen stärkt zudem noch den Rücken und kann lästigen Rückenschmerzen ein Ende machen. Vielleicht macht Joggen sogar intelligenter; eine schöne Zusammenfassung hatte Joggen-online gemacht. Macht Joggen intelligenter?


13.)Frühstück
Nicht ohne Grund wird das Frühstück gemeinhin, als die wichtigste Mahlzeit des Tages bezeichnet. Kein oder ein unzureichendes Frühstück mindert ihre Leistungsfähigkeit über den ganzen Tag hinweg. Spätesten am Mittag werden Sie in ein tiefes Leistungsloch fallen. Auch ein üppiges Mittagessen kann Sie dann nicht mehr retten. Ein Kaffee ist kein Frühstücksersatz. Im Gegenteil: Das enthaltene Koffein verlangt dem Körper Leistungen ab, die er ohne Frühstück eigentlich nicht erbringen kann ( Grundsätzlich ist Koffein aber nichts Schlechtes: Koffein richtig nutzen). Gleichzeitig belasten die Gerbstoffe den Magen und hemmen die Eisenaufnahme des Körpers. Die Folge ist Blutarmut und damit schnelle Ermüdung und Leistungsschwäche. Zudem löst Kaffee Appetitlosigkeit aus, was den Teufelskreis schließt. Details können Sie diesem Link entnehmen: Kaffee . Wenn nicht genug Zeit für ein langes Frühstück ist, dann kann auch ein Protein-shake mit einer Banane ein Ersatz sein. Empfehlenswert ist dann ein Mehrkomponenten-Protein, damit man eine gleichmäßige langanhaltende Energieversorgung hat. ( Z.B.: Sehr gute Zusammensetzung und Made in Germany: Esn Elite Pro Complex Natura )  


14.)Power-food
Nicht nur, dass Sie essen, sondern aus WAS Sie essen hat Auswirkungen auf Ihre Leistungsfähigkeit. Das Frühstück sollte möglichst viele langkettige Kohlenhydrate beinhalten. Dazu noch möglichst viele Ballaststoffe. Vollkornprodukte sind also die erste Wahl. Knäckebrot aus Roggenvollkornschrot stellt das Nonplusultra dar. Nur Muttermilch ist noch gesünder. Im Vergleich zu anderen Vollkornbroten hat es einen doppelt so hohen Nährstoffgehalt und ist dabei über Jahre haltbar. Ein Müsli oder  normales Vollkornbrot ist natürlich auch eine gesunde Alternative. Dazu noch ein Naturjoghurt und etwas Obst. Möglichst sollte auf kurze Kohlenhydrate verzichtet werden, also auf Zucker jeglicher Art. Wenn Sie absolut keine Zeit finden zu Frühstücken: Schnappen Sie sich wenigstens ein oder zwei Bananen und essen Sie diese auf dem Weg, um das gröbste zu verhindern oder beachten Sie den Hinweis bei Punkt 13. 


15.)Askese
Essen Sie drei Stunden vor dem zu Bett gehen nichts mehr. Wenn Sie spät am Abend noch Hunger überkommt sollten Sie sich auf Obst beschränken. Fettiges Essen belastet den Organismus, erschwert das Einschlafen und mindert die Schlafqualität.


16.)Trinken
An jeder Ecke liest man heute, wie wichtig es ist ausreichend zu trinken. Inzwischen gibt es aber auch Stimmen, die vor übermäßigen Wassermengen warnen. Insgesamt wird aber eher viel zu wenig als zu viel getrunken. Das Gehirn nimmt als erstes Organ Schaden; Dehydrierung ist die häufigste Ursache von Kopfschmerzen. Relativ schnell kann es sogar zu irreversiblen Schäden kommen. Wenn der Durst schon da ist, ist es schon zu spät. Über den Durst trinken fördert Konzentration, Gedächtnis und unterstützt die Nieren bei der Entgiftung des Körpers. Was getrunken wird ist dabei relativ egal. Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Tee sind natürlich optimal; aber selbst Kaffee kann noch dem Wasserhaushalt, des Körpers, zur Verfügung gestellt werden. Nur bei alkoholischen Getränken gibt es eine Negativbilanz.


17.)Tee
Für fast jeden Zweck gibt es einen Tee. Sind Sie krank hilft Erkältungstee. Sind Sie unruhig, nervös und haben Schlafprobleme kann Johanniskraut oder Beruhigungstee mit Baldrian, Melisse und Hopfen helfen. Grüner Tee stärkt Immunsystem, Konzentration und Wohlbefinden. Er wirkt sich sogar positiv auf die Lebenserwartung aus.


18.)Musik
Experimentieren Sie mit Musik. Finden Sie heraus, ob Sie durch geeignete Musik ihre Produktivität steigern können. Arbeiten Sie bei schneller Musik schneller? Oder steigert sich Ihre Arbeitsmoral? Hilft Ihnen Musik über Motivations- und Leistungstiefs hinweg zu kommen? Probieren Sie einfach ein paar Youtube Playlists aus und finden Sie die richtige Musik für sich. Ich bevorzuge Power-Metal  zum Arbeiten. Nur wenn Konzentration erforderlich ist, sollten Sie Stille vorziehen.


19.)Rückblick
Machen Sie sich am Ende eines jeden Tages bewusst, wie Sie ihn verbracht haben. Was haben Sie erreicht? Welche Aufgaben haben Sie nicht geschafft und warum? Was waren Ihre größten Zeitfresser? Welchen Schwächen haben Sie nachgegeben oder standgehalten? Lernen Sie aus dem Tag und überlegen Sie sich, wie Sie den nächsten Tag verbessern können. Fertigen Sie gleich die To-Do-Liste für den nächsten Tag an und versuchen Sie Maßnahmen zu ergreifen, die Zeitfresser in Zukunft zu eliminieren und Schwächen auszumerzen.


20.)Planung
Planen Sie am schon am Ende des Tages, was genau Sie am nächsten Tag zu Erledigen gedenken. Was müssen Sie tun um auf Ihre Wochen, Monats und Jahresziele hinzuarbeiten. Je detaillierter und je kleiner die Teilschritte, desto wahrscheinlicher, dass Sie motiviert an die Arbeit gehen. Das bedeutet nicht, dass Sie jede Eventualität mit einbeziehen. Auch die Planung folgt nach dem Pareto-Prinzip: 20% Planung bringen 80% des Nutzen.


Weiter zum zweiten Teil: "100 Produktivitätstipps  (Teil 2)"