Coffein optimal nutzen

Koffein ist die beliebteste Stimulanz der Welt. Sie ist billig und für jeden leicht zu bekommen. Viele Menschen sind gezwungen ihre Leistungsfähigkeit durch Coffein zu erhöhen um den Ansprüchen der Gesellschaft gerecht zu werden. Für Andere gehört die allmorgendliche Tasse Kaffee einfach zum Start in den Tag.  Die richtig Anwendung kann viele Vorteile, bei keinen oder geringen Nebenwirkungen, bringen. Der falsche Umgang schadet dagegen mehr als er nützt. Im Folgenden finden Sie grundlegende Informationen über Coffein. Darauf folgt die daraus resultierende Empfehlung zur effektivsten Anwendung.


Ich will niemanden zum Coffeinkonsum verleiten. Ich gebe nur den Menschen, die ohnehin Coffein konsumieren, einige Tipps, wie sie dieses in Zukunft besser und gesünder gestalten können. Ich bin kein Arzt. Alle Informationen sind nur eine Zusammenfassung und Interpretation meinerseits, aus frei verfügbaren Quellen. Es ist nicht auszuschließen, dass eine Einzelperson völlig anders reagiert. Für etwaige  Schäden, egal welcher Art, übernehme ich weder Haftung noch Verantwortung.



  • Wirkungen und Nebenwirkungen 
  1. Anregung des Zentralnervensystems.
  2. Steigerung von Herzfrequenz und Erhöhung der Kontraktionskraft des Herzmuskels
  3. Bronchialerweiterung
  4. Blutgefäße im Gehirn werden verengt.
  5. Blutgefäße im Restlichen Körper werden geweitet.
  6. geringe Steigerung des Blutdruckes


Die Wirkung ist stark von der Dosierung abhängig. Geringe Dosen im Bereich von 50mg wirken hauptsächlich auf das Zentralnervensystem. Antrieb, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit nimmt zu. Müdigkeitserscheinungen werden beseitigt. Je höher die Dosis, je mehr geht die anregende Wirkung in eine erregende über. Der Herzschlag beschleunigt sich, es kann zu Muskelzuckungen kommen und man wird nervös. Bei höheren Dosen ist es zunehmen schwierig sich zu konzentrieren oder fein motorische Arbeiten zu verrichten.


Menschen mit Bluthochdruck brauchen sich keine Sorgen machen, zwar erhöht Coffein den Blutdruck, aber maximal um 20mm Hg. Nach wenigen Tagen regelmäßigem Konsums stellt sich die Toleranz ein und der Blutdruck bleibt unverändert.


Für den Magen ist Coffein unproblematisch. Häufig auftretende Magenbeschwerden bei hohem Kaffeekonsum hängen nicht mit dem Coffein zusammen, sondern sind auf Chlorogensäure zurückzuführen.



Häufiger und starker Coffeinkonsum führt bei vielen Menschen zu Schlafstörungen. Das Einschlafen wird erschwert, und der Schlaf selbst ist nicht mehr so erholsam, da die REM-Phase gestört wird.
Bei manchen Menschen kann schon eine sehr geringe Menge diese Symptome auslösen. In diesem Fall sollte in den letzten 4-6 Stunden vor dem zu Bett gehen kein Coffein mehr konsumiert werden.


Besondere Vorsicht ist bei Schwangeren geboten. Je höher der Coffeinkonsum, je höher die Chance einer Totgeburt. Am besten wird vollständig auf Coffein verzichtet.
 
  • Coffein gegen Kopfschmerzen
Coffein hat eine verengende Wirkung auf Gefäße im Gehirn. Die Flussgeschwindigkeit des Blutes nimmt ab, was positive Auswirkungen auf Kopfschmerzen hat. Aus diesem Grund enthalten auch manche Kopfschmerztabletten 50mg Coffein. Eine zu hohe Dosis kann jedoch auch Kopfschmerzen auslösen, noch mehr Coffein würde diese verschlimmern.


  • Wechselwirkungen mit Medikamenten
Medikamente dürfen niemals mit coffeinhaltigen Getränken runter gespült werden, das kann gefährliche Wechselwirkungen haben. Wenn Sie Medikamente nehmen und planen Coffein zu konsumieren, sollten Sie zuvor ihren Arzt fragen und den Beipackzettel lesen.


  • Suchtpotenzial
Die Gefahr einer Coffeinsucht, sowohl psychisch als auch körperlich, ist gering. Entzugserscheinungen treten höchstens wenige Tage auf. Der so genannte Coffeinismus ist vielmehr die Folge einer Koffeinvergiftung aufgrund einer Überdosierung. Die WHO hat Coffein nicht als süchtig machende Droge eingestuft.


  • Toleranz 
Regelmäßiger Konsum hoher Dosen von Coffein führen zu einer Toleranzentwicklung. Bereits nach 6 bis 15 Tagen nimmt die Wirkung zunehmend ab.


  • Coffein gegen Alzheimer 
Einige Forschungsergebnisse deuten in letzter Zeit darauf hin, dass Coffein positiv auf die Symptome des Morbus Alzheimer wirken. Möglicherweise kann regelmäßiger Coffeinkonsum die Krankheit sogar ganz verhindern. Eine schützende Wirkung konnte bei Mäusen mit einem Äquivalent von ca. 5 Tassen Kaffee erreicht werden. Sogar eine Umkehr des Gedächtnisverlustes scheint in gewissem Maße möglich zu sein. Die Forschung ist aber auf diesem Gebiet noch lange nicht abgeschlossen.  


  • Koffeinhaltige Lebensmittel
Coca-Cola 10mg / 100ml
Afri-Cola 25mg / 100ml
Kaffee 40-120mg pro Tasse
Schwarzer Tee 20-50mg pro Tasse
Grüner Tee 20-60mg pro Tasse (Bancha 20mg / Gunpowder 60mg)
Espresso 40mg pro Tasse
Energie Drinks 32mg / 100ml
Coffeintabletten 50-200mg pro Tablette




  • Dosierung
Um lange konzentriert Arbeiten zu können wird ca. 50mg Coffein im Blut benötigt. Um dies zu erreichen ist reines Coffein wenig geeignet. Dieses wirkt nach ca. 15-30 Minuten am stärksten und die Wirkung hält 3-6 Stunden an, ist in dieser Zeit aber starken Schwankungen unterworfen. Um über längere Zeit eine gleichmäßige Wirkung zu erreichen ist grüner Tee oder Guarana geeignet. Bei beiden ist das Coffein an Gerbstoffe gebunden und wird erst im Darm wieder aufgespalten. Bei Grünem Tee hängt die Wirkung stark von der Ziehzeit der Teeblätter ab. Zieht der Tee lange lösen sich viele Gerbstoffe und binden das Coffein in der Tasse. Zieht er kurz ist die Wirkung anregender aber auch kürzer und dem reinen Coffein ähnlicher. 


Um die positiven Effekte über viele Stunden zu erhalten sollte etwa alle 2-3 Stunden ein bis zwei Tassen Grüner oder Schwarzer Tee getrunken werden. Um das gleiche mit Kaffee oder Coffeintabletten zu erreichen muss in kürzeren Abständen neues Coffein zugeführt werden, die Einzeldosen müssen dabei reduziert werden.


Eine Tagesdosis von bis zu 200mg gilt auch über längere Zeit als unproblematisch.


Zucker verstärkt die Wirkung des Coffeins und wirkt auch selbst anregend. Ein bisschen Dextrose in den Tee zu mischen kann für einen regelrechten Energieschub sorgen. Zucker wirkt jedoch schneller und kürzer als das Coffein. Danach kann es sein, dass man sich erst recht matt und erschöpft fühlt. Die starke Schwankung des Blutzucker stört auch das Gehirn, wir können uns schlechter konzentrieren. Wenn Sie ihren Tee süßen wollen empfiehlt sich lieber Stevia.


Coffein ist kein Frühstücksersatz. Das Gehirn braucht viel Energie, ein ausgelassenes Frühstück hat negative Auswirkungen auf den ganzen Tag. Der morgendliche Kaffee schadet im Prinzip zwar nicht, aber die positiven Wirkungen können nur erzielt werden, wenn der Körper keinen Mangel ausweist. Coffein wird diesen verstärken, da es den Energieverbrauch des Körpers erhöht und Sie würden den ganzen Tag weit unter ihren Leistungen zurück bleiben.Wenn sie nicht Frühstücken müssen Sie auch den Kaffee weglassen.  


  

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