Polyphasischer Schlaf - Howto - Einleitung - Mit 2 Stunden Schlaf am Tag leben

Willst Du auch lernen mit nur zwei Stunden Schlaf am Tag auszukommen? Dann lies alle Posts, am Besten in Reihenfolge durch, damit du weißt wie es geht und siehst, ob polyphasischer Schlaf überhaupt etwas für dich ist. 


Ein Schlafmuster mit mindestens drei über den Tag verteilte Schläfe wird als polyphasisch (Mehrphasen- oder auch Vielphasenschlaf) bezeichnet. Die meisten Menschen schlafen Monophasisch oder Biphasisch. Ein einzelner langer Nachtschlaf ist der Standard in unserer Gesellschaft und eine anerzogene Gewohnheit, Säuglinge schlafen noch polyphasisch und auch im Alter zeigt sich eine Tendenz zum polyphasischem Schlaf zurück zu kehren. Durchschnittlich werden für einen Erwachsenen acht Stunden Schlaf benötigt, nach neuren Forschungen in Japan und den USA kommt eine Dauer von 6-7 Stunden ins Gespräch. In manchen Ländern ist es üblich eine Siesta zu halten, das ist ein biphasicher Schlaf. Durch die Siesta wird weniger Schlaf in der Nacht benötigt und das Leistungstief am Mittag wird sinnvoll überwunden. Der insgesamt benötigte Schlaf nimmt manchmal ab.


Bei Polyphasichen Schlafsystemen werden mehrere kurze Schläfe über den ganzen Tag verteilt, die den Körper effektiver Erholen als ein langer Schlaf. Die gesamte Schlafmenge die zur vollen Erholung benötigt wird nimmt ab. Das geht soweit, dass es möglich ist mit nur zwei Stunden Schlaf pro Tag auszukommen ohne Müde oder Erschöpft zu werden. Es bleibt mehr Zeit für das bewusste Leben, die produktiv genutzt werden kann.


Der Polyphasische Schlaf wird aus diesem Grund vielen Genies zugesprochen, einige angebliche polyphasische Schläfer sind:

  • Leonardo da Vinci
  • Benjamin Franklin
  • Thomas Jefferson
  • Napoleon Bonaparte
  • Albert Einstein
  • Thomas Alva Edison
Durch die Verteilung vieler kurzer Schläfe über den Tag soll eine gleichmäßige Erholung und damit Produktivitäät, Wohlbefinden und Konzentration gesichert werden. Der totale Schlafbedarf nimmt ab, weil der Körper lernt in kürzerer Zeit eine bessere Erholung zu erreichen. Die Schlafforschung steht in diesem Bereich noch in den Kinderschuhen. Langzeitfolgen sind noch nicht absehbar und von vielen Wissenschaftlern wird sogar angezweifelt, dass eine Konditionierung des Körpers mit weniger dafür effizienteren Schlaf auszukommen überhaupt möglich ist.


Ich selbst bin kein Arzt und kann im Folgenden nur aus Erfahrungen von mir und Anderen sprechen. Auch erhebe ich nicht den Anspruch auf Vollständikeit.


Wie viel Schlaf braucht der Mensch wirklich?
Ein interessantes Phänomen ist, dass es natürluche Kurzschläfer gibt, die mit teilweise nur drei Stunden Schlaf pro Tag auskommen. Das ist mit dem polyphasischen Schlaf nicht vergleichbar, diese Menschen schlafen ganz normal monophasisch. Schätzungsweise 1 bis 3% der Menschen zählen zu dieser Gruppe. Allerdings halte ich die Zahl noch etwas hochgergriffen. Viele Menschen die sich auch in diese Gruppe zählen würden, gehören tatsächlich nicht hinein. Die meisten selbst ernannten Kurzschläfer schlafen zu wenig und leiden unter den normalen Symptomen von Schlaflosigkeit. Die echten Kurzschläfer leiden nicht unter Syptomen eines Schlafdefizits. Von 100 Menschen die glauben weniger als 7 Stunden Schlaf zu brauchen, benötigen nur fünf tatsächlich so wenig.


Zurückzuführen ist der geringe Schlafbedarf dieser Menschen auf das Gen hDEC2. Es ist also eine angeborene Eigenschaft, die nicht erlernt werden kann. Uns Normalen bleibt nur der Kunstgriff über den polyphasischen Schlaf um unseren Schlafbedarf zu reduzieren.


Die Kurzschläfer zeigen uns etwas ganz anderes. Es zeigt, dass der Körper nicht mehr Schlaf braucht um sich zu regenerieren. Da das Gen keinen Einfluss auf das Gedächtnis oder die physische Regeneration hat, ist dadurch ersichtlich, dass auch normale Menschen nicht mehr als etwa drei Stunden Schlaf pro Tag benötigt, um den Körper zu regenerieren. Der Unterschied liegt nur darin, dass das Gehirn einen normalen Menschen immer wieder erinnert Schlafen zu müssen und wir deswegen müde sind, wenn wir zu wenig schlafen. Soweit jedenfalls Stand der Forschung.  



Motivation
Die größte Motivation für viele Leute ist die gewonnene Lebenszeit, teilweise können das sechs Stunden am Tag sein. Das sind 42 Stunden pro Woche. 7,5 Tage pro Monat. 3 Monate pro Jahr. Wenn man mit 20 Jahren anfängt polyphasisch zu schlafen, dann sind das bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren, 15 Jahre.


Auch eine höhere und gleichmäßigere Geistige und Körperliche fitness können erreicht werden. Menschen die besonders viel Leisten müssen und mit ihrer normalen Lebenszeit nicht auskommen, können besonders profitieren.


Auch die Suche nach einer Herausforderung ist ein Grund polyphasischem Schlaf eine Chance zu geben. Die Erfahrung ist wert gemacht zu werden, denn polyphasischer Schlaf ist ein Paradebeispiel für die Herrschaft des Geistes über den Körper.


Die Motivation muss allerdings wirklich sehr groß sein, denn die Anpassung an ein polyphasisches Schlafmuster ist alles andere als einfach. Es ist am Anfang die Hölle und das sollte jedem bewusst sein. 


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Siehe auch: Polyphasischer Schlaf - Übersicht




Kommentare:

Heinz hat gesagt…

Hast du irgendeine seriöse wissenschaftliche Studie die belegt, dass man sich damit nicht schädigt?
Ich meine nur, weil alle anerkannten Sachen, die ich bisher gehört habe, davon ausgehen, dass du längere Zeit am Stück schlafen musst, um in die wichtigen Schlafphasen zu kommen. Die wichtig für die Verarbeitung des Tages sind und die Erholung sind.
Wenn der monophasische Schlaf von der Gesellschaft anerzogen ist, dann erklär doch mal was die frühzeitlichen Menschen so alles in der Nacht (im dunkeln) gemacht habe? Hast du irgendwelche Berichte über abgeschottete Völker um Urwald die immer noch ohne eine Länge Zeit am Stück zu schlafen leben?

Anonym hat gesagt…

Heinz:

Es gibt vier Phasen des Schlafes, die sich gewöhnlich in einem Zyklus von ca. 90 Minuten abwechseln. Der Schlaf, der vermutlich der Erholung dient ist der sogenannte Slow-Wave-Schlaf, während dem die Gehirnströme eine sehr niedrige Frequenz haben. Dieser Schlaf tritt in Phase 3 und hauptsächlich in Phase 4 auf. Wenn du Schlafentzug hast, dann besteht deine nächste Schlafperiode aus verhältnismäßig viel Slow-Wave-Schlaf, in dem zusätzlich noch mehr dieser kennzeichnenden langsamen Wellen auftreten. Es gibt Menschen, die mit weniger Schlaf auskommen als andere, sie haben dann jedoch die gleiche Dauer an Slow-Wave-Schlaf wie Langschläfer. Man könnte also sagen, sie schlafen effizienter. Das ist alles eine Sache der Gewöhnung und nicht personenabhängig.

Die Schlafphase, von der teilweise angenommen wird, dass sie zur Verarbeitung der Erlebnisse des Wachzustandes gut sei, ist der REM-Schlaf. Der tritt in Phase 1 auf und man träumt währenddessen. Seine Bedeutung ist überhaupt nicht geklärt, es könnte sogar sein, dass er keine hat. Bestimmte Psychopharmaka unterdrücken den REM-Schlaf. Die Patienten, die diese Medikamente nehmen, sind völlig wohlauf. Wenn du vom REM-Schlaf abgehalten wirst, gibt es aber ebenfalls während der nächsten Schlafperiode mehr REM-Schlaf.

Die indivieduell benötigte Schlafdauer kann also ohne gesundheitliche Folgen drastisch reduziert werden, und dazu gibt es auch seriöse wissenschaftliche Studien.

Dafür, dass der monophasische Schlaf von der Gesellschaft anerzogen ist, spricht zum Beispiel, dass Säuglinge auch polyphasisch schlafen. Das heißt ja nicht das mono- oder biphasischer Schlaf unsinnig wäre. Im Gegenteil ergibt es natürlich besonders für die von dir angesprochenen Naturvölker Sinn, dann zu schlafen, wenn der auf sein Sehorgan ausgerichtete Mensch sich am schlechtesten in seiner Umwelt zurechtfindet – nachts.