Polyphasischer Schlaf - howto - Allgemeines

6-Stunden-Regel
Die Erfarung vieler Menschen hat gezeit, dass es zu Müdigkeit und Unkonzentriertheit nach sechs Stunden Wachheit kommt. Dabei ist es nicht davon abhängig wie lange man geschlafen hat. Dieses Phänomen zeigt warum ein Mono- oder Biphasiger Schlafrythmus einem Polyphasigen unterlegen ist. Uberman, Dymaxion und Everyman sind so konzipiert, dass die 6-Stunden-Regel nie überschritten wird. Im Gegensatz zum normalen Schlaf wird man also völlig von Müdigkeit befreit sein (Sehr kurz vor einem Nap wird man immernoch müde werden, aber das ist ja auch erwünscht), wenn die Anpassung einmal abgeschlossen ist.


Krankheit
Bei einer Grippe oder ähnlichen Erkrankungen sollte man sich nicht an das polyphasische Schlafmuster halten, sondern solange Schlafen wie der Körper verlangt. Es ist allerdings festzustellen, dass die Erholung effektiver abläuft und man weniger Schlaf benötigt, als beim Monophasischen Schlaf, um wieder Gesund zu werden.


Sollte man in der Anpassungsphase erkranken kann ein sehr langer Schlaf dazu führen, dass die Anpassung zunichte gemacht wird. Die Gesundheit muss jedoch vorgehen, also ist es besser erstmal wieder normal zu schlafen und nach einigen Wochen einen neuen Versuch zu machen.


Ist man schon gut angepasst muss man sich keine Sorgen machen seine Anpassung aufs Spiel zu setzen. Wenn man genesen ist sollte man schnell wieder polyphasisch schlafen können. Der Körper scheint zu erkennen, dass man geschlafen hat weil man krank ist und das Schlafmuster wird dadurch wenig beeinflusst.


Sehr viele 20 Minuten Naps können auch sehr erholsam sein und die Genesung beschleunigen.


Anmerkung: Ich selbst bin nach vielen Monaten polyphasischen Schlafs kein einziges mal Krank geworden. Möglicherweise tut der Schlaf meinem Körper also ganz gut.


Schlafstörungen
Laut puredoxyk soll polyphasischer Schlaf gegen diverse Schlafstörungen helfen. Besonders Menschen mit Einschlafschwierigkeiten, Alpträumen, Durchschlafschwierigkeiten und einem Mangel an wirklich erholsamen Schlaf, trotz ausreichender Schlafzeit, können profitieren.


Sie selbst litt über Jahre an Schlafstörungen und konnte kaum ein paar Stunden erholt am Stück schlafen. Erst als sie Uberman schlief verschwanden die Beschwerden und sie war nach kurzer Zeit viel fitter und ausgeruhter als mit normalem Schlaf. Die Schlafstörungen traten auch nicht wieder auf als sie aus beruflichen Gründen lange Zeit wieder normal schlafen musste.


Möglicherweise gibt es aber auch Schlafstörungen bei denen es Gefährlich sein kann polyphasisch zu schlafen, eine Rücksprache mit einem Arzt kann Klarheit verschaffen.


Abnehmen
Polyphasischer Schlaf kann ein zweischneidiges Schwert sein, wenn man abnehmen möchte. Vielfach wird berichtet, dass abgenommen wird, da durch die erhöte Wachzeit mehr Energie gebraucht und dementsprechend viel Fett verbrannt wird. Andererseits kann eine längere Wachzeit auch zum Essen animieren. Besonders bei Menschen, die nach dem Schlafen gewohnheitsmäsig essen, kann es kritisch werden. Wer also diszipliniert weiterhin soviel isst wie vorher, wird abnehmen.

Zusätzlich ist zu bemerken, dass sich besonders beim Uberman Schlaf ein besonderer Appetit auf Obst entwickelt, der Hunger auf Fleisch nimmt ab. Das ist wahrscheinlich darauf zurück zu führen, das Obst auch sehr gut in der Wachzeit verdaut werden kann und gleichzeitig sehr nahrhaft ist; Fleisch dagegen ist schwer verdaulich und kann daher hauptsächlich im Schlaf umgesetzt werden. Eine hauptsächlich vegetarische Ernährung soll daher die Adaption erleichtern und beschleunigen.

Die Mahlzeiten sollten möglichst regelmäßig aber nicht zu reichlich eingenommen werden. Kurz vor einem Nap sollte nichts mehr gegessen werden, sonst fällt das Einschlafen schwer und die Schlafqualität nimmt ab. Direkt nach dem Aufstehen ist die beste Zeit zum essen.


Weniger ist mehr

Es hat sich gezeitg, dass ein Nap in einer Länge von 15-25 Minuten für die meisten Menschen optimal ist. Schläft man länger oder kürzer fühlt man sich schlechter. Erst ab einer Länge von 90min wird eine bessere Erholung als bei 20min erreicht.
Effektive Schlafzeiten sind: 20min / 90min / 180min / 270min usw.
Also immer ein vielfaches von 90 Minuten oder ein 20 Minuten Nap.


Ein 20 Min Nap bringt etwa die Erholung von 75 Minuten normalen Schlaf, das erklärt auch warum man sich nach 90 Minuten kaum erholter fühlt als nach 20 Minuten und warum man bei Uberman mit nur 6x 20 Minuten auskommt.


Koffein
Koffeinkonsum sollte in der Anpassungsphase möglichst reduziert werden. Er führt dazu, dass man schlechter einschlafen kann und auch schlechter aufwacht. Möglich ist es kurz vor oder nach einem Nap Koffein zu nehmen. Da es mindestens 20 Minuten braucht um zu wirken wird der Schlaf nicht gestört und das aufstehen fällt leichter. Koffein ist nach 4-5 Stunden wieder vom Körper abgebaut und stört somit nicht den nächsten Schlaf, falls dieser erst fünf Stunden späteranfängt.


Weiter zu: Polyphasischer Schlaf - Vorbereitung
Siehe auch: Polyphasischer Schlaf - Übersicht


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